06 February 2026, 12:16

Expressionistisch-kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 bricht mit der Tradition

Eine Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Fahrzeugen und Bäumen entlanggeht, mit einem Bogen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Polen mit Fahnen auf der linken Seite, die wahrscheinlich das Oktoberfest in München, Deutschland, darstellen.

Oktoberfest Plakat 2026: Wiesn-Embleme in farbenfroher Pracht - Expressionistisch-kubistisches Oktoberfest-Plakat 2025 bricht mit der Tradition

Das Plakat für das Münchner Oktoberfest 2025 ist enthüllt – ein expressionistisch-kubistisches Werk von Florian Huber

Das diesjährige Oktoberfest-Plakat der Stadt München präsentiert sich in einem mutigen, kubistisch-expressionistischen Design des Künstlers Florian Huber. Sein Werk vereint ikonische Festivalsymbole wie ein Riesenrad, Bier und eine Brezel mit einer modernen, dynamischen Ästhetik. Die Jury lobte die emotionale Tiefe und den zeitgenössischen Charme des Entwurfs – ein deutlicher Bruch mit traditionellen Stilen.

Am Wettbewerb beteiligten sich 129 Künstler, von denen 88 Entwürfe es in die öffentliche Online-Abstimmung schafften. Hubers Design hatte bereits vor der Jury-Entscheidung den zweiten Platz im Publikumsvoting belegt. Besonders überzeugte sein Werk durch seine Energie und die Anlehnung an Lyonel Feiningers künstlerische Methoden, die alte und neue Einflüsse verbinden.

Die 30 besten Einsendungen wurden anonym begutachtet. Den zweiten Platz sicherte sich der Münchner Designer Karl-Roland Hefter, der mit 1.250 Euro prämiert wurde, während Philipp Dauer, ebenfalls aus München, mit 500 Euro den dritten Rang belegte. Huber erhielt für den ersten Platz 2.500 Euro sowie eine Lizenzgebühr von 5.000 Euro.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Oktoberfest-Plakate von folkloristischen bayerischen Motiven hin zu minimalistischen, digitalen und popkulturell inspirierten Entwürfen entwickelt. Früher dominierten hyperrealistische Ölgemälde oder romantisierte Alpenlandschaften – doch in jüngster Zeit wagen die Künstler experimentelle Ansätze, wie etwa 2023 der retro-futuristische Bauhaus-Mix von Marcus Maria Preud. Während Traditionalisten die moderne Ausrichtung kritisieren, begrüßen jüngere Zielgruppen und Kritiker den Wandel, was sich auch in einer gestiegenen Online-Resonanz widerspiegelt.

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Das diesjährige Oktoberfest findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese statt.

Hubers Siegerplakat steht exemplarisch für die fortlaufende Weiterentwicklung des visuellen Erscheinungsbilds des Oktoberfests. Die Veranstalter setzen weiterhin auf die Gratwanderung zwischen Tradition und Innovation, wie die wachsende Vielfalt der Entwürfe zeigt. Die Ausgabe 2025 wird erneut testen, wie das Publikum auf zeitgenössische Kunst in einem historischen Rahmen reagiert.