15 January 2026, 15:06

„Extrawurst“: Wenn ein Grillstreit die Gesellschaft entzweit – ab 15. Januar im Kino

Schwarzes und weißes Foto von Hans Carl von Winterfeldt, ein Mann mit ernster Miene, mit Text unten.

Schauspieler spricht über alltäglichen Rassismus - „Extrawurst“: Wenn ein Grillstreit die Gesellschaft entzweit – ab 15. Januar im Kino

"Extrawurst" – Satirische Gesellschaftskomödie ab 15. Januar im Kino

Am 15. Januar kommt die deutsche Komödie "Extrawurst" in die Kinos und wirft mit scharfem, aber humorvollem Blick einen Blick auf gesellschaftliche Spannungen. Basierend auf dem gleichnamigen, erfolgreichen Bühnenstück erzählt der Film von den chaotischen Vorbereitungen eines Tennisclubs auf sein Sommerfest. Im Mittelpunkt steht ein scheinbar harmloser Streit – ob für Erol, das einzige muslimische Mitglied, ein separater Grill aufgestellt werden soll –, der sich zu einer grundsätzlichen Debatte auswächst.

Die Handlung spielt in einem ländlichen Tennisverein, wo Hape Kerkeling als strenger Vereinsvorsitzender glänzt. Fahri Yardım verkörpert Erol, einen bescheidenen und zurückhaltenden Mann mit türkischem Migrationshintergrund, der die Idee eines Extragrills höflich ablehnt. Doch als die Stimmung kippt, zeigt Erol unerwartet Selbstbewusstsein und stellt die Vorurteile des Clubs infrage.

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Yardım hat offen über seine Verbindung zur Rolle gesprochen, betont aber, dass Erols Charakter sich von seiner eigenen Persönlichkeit unterscheidet. Für ihn ist der Film eine Auseinandersetzung mit Identität und Repräsentation – insbesondere damit, wie Alltagsrassismus gehandhabt wird. Nicht jede Kränkung sei es wert, darauf zu reagieren, sagt Yardım. Statt auf unbewusste Vorurteile impulsiv einzugehen, wäge er ab, welche Konflikte er austrage. Die Zusammenarbeit mit Kerkeling, den er als "lebende Legende" bezeichnet, sei zunächst einschüchternd, letztlich aber bereichernd gewesen. Trotz anfänglicher Ehrfurcht habe er den erfahrenen Komiker als herzlich und offen erlebt. Zum Ensemble gehört auch Christoph Maria Herbst, der dem Film mit scharfem Witz und gesellschaftskritischen Untertönen zusätzliche Tiefe verleiht.

Über die Story hinaus äußerte sich Yardım zu Cancel Culture und lehnte Selbstzensur aus Angst ab. Stattdessen plädiert er für bedachte Äußerungen – Worte sollten überlegt gewählt werden, statt schwierige Themen ganz zu meiden.

"Extrawurst" verbindet Humor mit brandaktuellen Themen und nutzt die Streitigkeiten eines Tennisclubs, um größere gesellschaftliche Gräben zu spiegeln. Der Film startet am 15. Januar im Kino, mit Kerkeling, Herbst und Yardım in den Hauptrollen, die sich durch Konflikte, Identitätsfragen und die unerwarteten Folgen einer vermeintlich simplen Meinungsverschiedenheit kämpfen.