Fahrplan-Kürzungen auf der Ammertalbahn: Weniger Züge durch Geldmangel
Oswin BolanderFahrplan-Kürzungen auf der Ammertalbahn: Weniger Züge durch Geldmangel
Geldmangel: Mehr Züge im Ermstal, weniger auf der Ammertalbahn
"Die Ermstalbahn geht nicht auf Kosten der Ammertalbahn", versichern Verantwortliche beider Strecken. Und das, obwohl Metzingen und Bad Urach bereits...
Fahrgäste der Ammertalbahn müssen seit der jüngsten Fahrplanänderung mit weniger Verbindungen klarkommen. Mehrere Früh-, Abend- und Spätverbindungen zwischen Tübingen und Entringen wurden gestrichen. Die Kürzungen sind auf finanzielle Engpässe zurückzuführen – und nicht auf Anpassungen bei der benachbarten Ermstalbahn.
Die aktuellen Änderungen traten am Sonntag in Kraft und betreffen vor allem Züge in den Hauptverkehrszeiten. Auch Zwischenhalte, die zuvor zu Stoßzeiten bedient wurden, fallen nun weg. Der seit Dezember 2023 eingeführte Eigenbetrieb hatte zwar zunächst mehr Flexibilität ermöglicht, doch diese Kapazitäten sind inzwischen verloren gegangen.
Der Fahrplan der Ammertalbahn bietet Pendler:innen und Spätheimkehrer:innen nun deutlich weniger Optionen. Ohne zusätzliche Mittel dürften die gestrichenen Verbindungen so schnell nicht zurückkehren. Die Aufwertungen der Ermstalbahn stehen dabei in keinem Zusammenhang mit den Kürzungen – diese sind allein haushaltsbedingt und keine Folge betrieblicher Umstellungen.
