09 May 2026, 02:12

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – warum die Krise jetzt zuschlägt

Großes industrielles Lager mit gestapelten Kisten, Überkopfkrane, Zaun, Pfosten und einer fernen Wand in einer Fertigungsumgebung.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – warum die Krise jetzt zuschlägt

Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an

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Der führende Anbieter von Industrieautomationstechnik, Festo, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, mit dem das familiengeführte Unternehmen drei Jahre rückläufiger Umsätze umkehren will. 2025 verzeichnete Festo einen Rückgang der Verkäufe um 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro.

Das in Esslingen ansässige Unternehmen ist spezialisiert auf pneumatische Systeme, Software und KI-gestützte Automatisierungslösungen. Doch veränderte globale Märkte, wachsende Konkurrenz aus Asien und anhaltende geopolitische Spannungen haben die finanzielle Performance belastet. CEO Thomas Böck betonte die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen und warnte, dass Verzögerungen die starke Marktposition des Unternehmens gefährden könnten.

Um die Restrukturierung zu finanzieren, wird Festo seine globale Belegschaft von 20.600 Mitarbeitenden reduzieren – davon arbeiten derzeit rund 8.200 in Deutschland. Die geplante Stellenstreichung stößt auf Kritik der IG Metall, die vor einer Schwächung der industriellen Basis Deutschlands warnt. Gleichzeitig verhandeln Festo und der Betriebsrat, um eine sozialverträgliche Umsetzung der Kürzungen zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die Stärkung der Führungsrolle in den Bereichen Automatisierung und technische Bildung. Das Transformationsprogramm zielt auf mehr Effizienz und nachhaltiges Wachstum ab, wobei konkrete Maßnahmen noch nicht detailliert bekannt gegeben wurden.

Die Stellenabbaupläne sollen die globale Umstrukturierung des Unternehmens finanzieren, das sich so den Markt Herausforderungen anpassen will. Angesichts dreier Jahre in Folge sinkender Umsätze treibt Festo die Restrukturierung voran, um die Zukunft zu sichern. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen laufen noch.

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