Frankfurts Papageno-Theater kämpft um sein Überleben nach Dachschäden
Selma SchmiedtFrankfurts Papageno-Theater kämpft um sein Überleben nach Dachschäden
Frankfurts geliebtes Papageno Musiktheater droht die Schließung nach schweren Schäden am ikonischen Dach
Das Haus, ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt, steht nun vor dringend notwendigen Reparaturen in Höhe von bis zu 350.000 Euro. Ohne schnelles Handeln könnte eine weitere Verschlechterung die Kosten noch weiter in die Höhe treiben.
1997 von Hans-Dieter Maienschein und seiner Frau Renate gegründet, begann das Theater im alten Volkshochschulgebäude Frankfurts, bevor es in den Siesmayer-Saal im Palmengarten umzog. Heute veranstaltet es über 280 Aufführungen pro Jahr und zieht fast 60.000 Besucher in seinen vollklimatisierten, 199 Plätze umfassenden Holz-Membran-Saal.
Die Beschädigung des Daches hat die gemeinnützige Einrichtung in eine finanzielle Notlage gestürzt. Zwar wurden bereits 100.000 Euro an Spenden gesammelt, doch bleiben noch 200.000 bis 250.000 Euro offen. Bankkredite kommen nicht infrage, sodass kommunale Unterstützung die einzige Lösung darstellt. Ein zinsloses Darlehen der Stadt gilt nun als überlebenswichtig.
Die Frankfurter CDU hat mit einem Eilantrag die Beschleunigung der Finanzhilfen eingeleitet. Gemäß der Hessischen Gemeindeordnung schlagen sie eine außerplanmäßige Ausgabe vor. Der Magistrat soll die finalen Details klären, bevor der Ältestenrat am 12. Februar 2026 zusammentritt. Die prekäre Lage des Theaters wurde kürzlich im Hauptfinanzausschuss diskutiert, wo die Forderungen nach öffentlicher Förderung lauter wurden.
Die Stadt hat das Theater bereits in der Vergangenheit unterstützt, etwa bei der Finanzierung einer neuen Klimaanlage. Doch ohne sofortige Hilfe bleibt seine Zukunft ungewiss.
Die Reparaturen müssen zügig beginnen, um steigende Kosten und bleibende Schäden zu vermeiden. Der CDU-Antrag und ein mögliches kommunales Darlehen bieten eine Rettungsmöglichkeit – die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Ältestenrat. Bei einer Bewilligung wäre der Betrieb des Theaters für die kommenden Jahre gesichert.
