Freiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
Sandro GuteFreiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
In Freiburg wird bald ein Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichtet. Die Entscheidung folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde nach besserem Schutz. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland ist die Absperrung notwendig geworden.
Das Projekt wurde nach monatelanger Abstimmung zwischen der Stadt und jüdischen Vertretern genehmigt. Der Zaun, der durchsichtig gestaltet wird, soll 1,75 Meter hoch sein und eine Stahlpalisade aufweisen. Ein torförmiger Eingang in Form eines Leuchters wird den Zugang markieren und dabei den offenen Charakter des Platzes bewahren.
Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg. Die Gesamtkosten werden auf 120.000 Euro geschätzt, wobei der Zentralrat der Juden in Deutschland 27.500 Euro beisteuert. Die Stadt trägt die verbleibenden Ausgaben.
Neben der Sicherheitsfunktion soll der Zaun auch einen würdevollen Gedenkort schaffen. In das Design werden Grundsteine der ehemaligen Synagoge integriert. Nikita Nikischin, Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, begrüßte den Schritt und betonte, dass damit sowohl die Gemeindemitglieder als auch die Synagoge selbst besser geschützt würden. Oberbürgermeister Martin Horn unterstrich dies und bezeichnete den Schutz jüdischen Lebens als oberste Priorität.
Der Zaun soll langjährige Sicherheitsbedenken ausräumen und gleichzeitig die historische Bedeutung des Ortes bewahren. Die Bauarbeiten erfolgen unter der Aufsicht des Caritasverbands. Nach der Fertigstellung wird die Absperrung sowohl Sicherheit bieten als auch einen Raum des Gedenkens schaffen.






