Freiburg trauert um Margot Queitsch – eine Lebenswerk für Jugend und Soziales
Selma SchmiedtFreiburg trauert um Margot Queitsch – eine Lebenswerk für Jugend und Soziales
Margot Queitsch, langjährige SPD-Politikerin und engagierte Fürsprecherin für Jugend- und Sozialbelange in Freiburg, ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Ihr Wirken umfasste fast vier Jahrzehnte, in denen sie die lokale Politik prägte und sich durch ihr Einsatz für Bildung, Wohnraum und Gemeinschaftsentwicklung große Anerkennung erwarb.
Queitsch zog 1980 erstmals in den Freiburger Stadtrat ein und blieb bis 2019 ununterbrochen Mitglied. Von 1990 bis 1999 führte sie die SPD-Fraktion im Rat und setzte sich besonders für bezahlbaren Wohnraum und Sportförderung ein. Ihr Einfluss reichte über die Kommunalpolitik hinaus, als sie von 2001 bis 2011 als Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg saß – mit Schwerpunkten in Bildung, Familie und Soziales.
Von 2015 bis 2023 übernahm sie das Amt der Jugendamtsleiterin in Freiburg. In dieser Funktion initiierte sie zentrale Projekte wie das Freiraum-Jugendzentrumsnetzwerk und das Beteiligungsprogramm JUGEND macht MIT. Zudem trieb sie die digitale Bildung mit Coding daheim voran und erweiterte die offene Jugendarbeit in der Breisgau-Vorstadt. 2020 führte sie die Stadtweite Jugendbildungsstrategie ein, eine inklusive und nachhaltige Bildungsinitiative für die gesamte Stadt.
Ihre Verdienste blieben nicht unbeachtet: 2019 ehrte Freiburg Queitsch mit dem Goldenen Siegel für ihr jahrzehntelanges Engagement. Kollegen aller Parteien schätzten ihre klaren Prinzipien und ihre unerschütterliche Hingabe für das Gemeinwohl.
Während ihrer gesamten Laufbahn wirkte Queitsch in zahlreichen Gremien mit, darunter im Hauptausschuss und im Jugendhilfeausschuss. Ihre Arbeit hinterließ deutliche Spuren in Freiburgs sozialem und bildungspolitischem Gefüge.
Mit Queitschs Tod entsteht eine große Lücke in Freiburgs politischem und sozialem Gefüge. Fast 40 Jahre lang setzte sie sich für bessere Chancen für Jugendliche, Wohnraumzugang und Gemeinschaftsförderung ein. Ihr Erbe lebt weiter in den Programmen und Initiativen, die sie in der Stadt auf den Weg brachte.
