11 April 2026, 20:12

Freiburger Apotheker meldet trotz Millionenumsätzen Insolvenz an

Außenansicht des "Generics Apotheke"-Ladens mit umliegenden städtischen Elementen unter einem klaren blauen Himmel.

Freiburger Apotheker meldet trotz Millionenumsätzen Insolvenz an

Markus Vivell, ein 53-jähriger Apotheker, hat trotz Umsätzen von jährlich sieben bis acht Millionen Euro mit seinen beiden Freiburger Easy Apothecary-Filialen Insolvenz angemeldet. Die Schließung beider Standorte am 19. November 2022 markiert das Ende eines langjährigen Unternehmensprojekts, das Vivell als "tief enttäuschend" bezeichnete, es aufgeben zu müssen.

Vivell hatte sein Geschäft 2021 mit der Eröffnung einer zweiten Easy Apothecary-Filiale erweitert. Dafür gab er die ursprüngliche Apotheke seines Vaters auf, um die Franchise-Kette auszubauen. Doch die COVID-19-Pandemie traf seine Geschäfte hart – besonders die Filiale im Freiburger Hauptbahnhof, wo die Kundenfrequenz stark einbrach.

Das eigentliche Problem hinter der Insolvenz sind jedoch nicht aktuelle Verluste, sondern langjährige Schulden. Vivell räumte ein, dass diese "Altlasten" beträchtlich seien – deutlich über 100.000 Euro – und sich über Jahre angesammelt hätten. Trotz stabiler Einnahmen wurde die finanzielle Belastung irgendwann untragbar.

Aktuell arbeitet Vivell mit einem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammen, um die nächsten Schritte zu prüfen. Er bleibt dem Markenkonzept von Easy Apothecary verbunden und sucht aktiv nach einer Lösung, die die Zukunft des Unternehmens sichern könnte.

Beide Filialen bleiben vorerst geschlossen, während die Verhandlungen laufen. Vivells Fokus liegt nun darauf, das Geschäft zu stabilisieren und möglicherweise unter einem tragfähigeren Modell wiederzueröffnen. Ob die Franchise-Kette ihre finanziellen Schwierigkeiten überwinden kann, wird sich in den kommenden Entscheidungen zeigen.

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