21 April 2026, 16:23

Fridays for Future protestiert in Braunschweig für radikalen Klimaschutz und Energiewende

Plakat mit Text und Logo, auf dem "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne." steht.

Fridays for Future protestiert in Braunschweig für radikalen Klimaschutz und Energiewende

Klimaschutzaktivist:innen der Bewegung Fridays for Future sind am Wochenende in Braunschweig auf die Straße gegangen. Die Demonstration ist Teil einer bundesweiten Protestwelle, bei der nur Tage zuvor auch in Berlin, Hamburg, Köln und München für mehr Klimaschutz demonstriert wurde. Die Organisator:innen kritisierten die jüngste Energiepolitik und forderten einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren.

Alexander Dammmeier, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, verwies auf Fortschritte im deutschen Energiesektor: Erneuerbare Energien deckten mittlerweile 62 Prozent des Strommixes, betonte er. Gleichzeitig warnte er, dass jahrelange Klimabemühungen durch die aktuelle Politik zunichtegemacht werden könnten.

Besonders scharfe Kritik richtete sich gegen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ihre Unterstützung für neue Gaskraftwerke und ihre Blockadehaltung beim Ausbau der Erneuerbaren stießen auf vehemente Ablehnung. Dammmeier machte deutlich, dass falsche Energieentscheidungen alle treffen – von Privathaushalten bis zu Unternehmen.

Der Aktivist Niko Schoss argumentierte, fossile Energien schafften gefährliche Abhängigkeiten. Länder, die darauf setzten, blieben anfällig für globale Krisen und autoritäre Regime, so Schoss. Stattdessen fordert die Bewegung einen vollständigen Umstieg auf Erneuerbare bis 2035 – ein Schritt, der der deutschen Industrie langfristige Planungssicherheit geben würde.

Die Demonstrant:innen hoben zudem die vielfältigen Vorteile sauberer Energie hervor: bezahlbarer Strom, Energieunabhängigkeit, Klimaschutz, neue Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum wurden als zentrale Argumente genannt.

Der Braunschweiger Protest erhöht den Druck auf die Politik weiter. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass ein beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren entscheidend ist – für die Energiesicherheit wie für die wirtschaftliche Resilienz. Die Forderung nach einem Umstiegsziel bis 2035 bleibt Kern ihrer Kampagne.

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