07 January 2026, 14:30

Gefrorene Seen locken – doch Experten warnen vor tödlichen Eisdecken

Eine Person in Kleidung fährt auf dem Eis mit Stöcken, die oben im Bild zu sehen sind.

Gefrorene Seen locken – doch Experten warnen vor tödlichen Eisdecken

Eisige Spielplätze mit Tücken: Experten warnen vor Gefahren auf zugefrorenen Seen

Eine aktuelle Kältewelle hat Seen in der gesamten Region in gefrorene Freizeitparadiese verwandelt und zieht Scharen von Eislaufbegeisterten an. Beliebte Ziele wie der Gnadensee, der Hirschauer Baggersee und der Riedsee locken mit glatten Flächen – doch Fachleute warnen vor unsichtbaren Risiken unter der Eisdecke.

Die frostigen Temperaturen haben eine winterliche Idylle geschaffen, die Seen mit dicken Eisschichten überzieht. Viele Naturliebhaber nutzen die gefrorenen Flächen als improvisierte Eisbahnen, doch die meisten Gewässer sind nicht offiziell auf Sicherheit geprüft. Am Gnadensee etwa gibt es keine behördliche Freigabe – Besucher müssen die Gefahren selbst einschätzen.

Bevor man sich aufs Eis wagt, raten Experten, auf Warnsignale zu achten: Risse, austretendes Wasser oder dunkle Stellen können auf brüchige Stellen hinweisen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt eine Mindestdicke von 15 Zentimetern bei stehendem und 20 Zentimetern bei fließendem Gewässer, bevor man das Eis betritt. Wer sich unsicher ist, sollte auf kontrollierte Eisflächen ausweichen – wie etwa die Eisbahn am Überlinger Landungsplatz, die ein überwachtes Umfeld bietet und die Risiken natürlicher Eisflächen minimiert. Selbst wer keine Schlittschuhe trägt, kann in Gefahr geraten, wenn die Decke bricht.

Solange die Temperaturen tief bleiben, werden wohl noch mehr Menschen die gefrorenen Seen aufsuchen. Ohne offizielle Überprüfungen ist jedoch Vorsicht geboten. Wer auf geprüfte Eisflächen setzt oder die Dicke des Eises vorab kontrolliert, kann Unfälle auf dem glatten Terrain vermeiden.

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