29 June 2026, 12:19

Gipsabbau in Unterfranken: Knauf-Projekt erhält bedingte Zustimmung trotz Trinkwasser-Risiken

Hindernis auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk überwunden

Gipsabbau in Unterfranken: Knauf-Projekt erhält bedingte Zustimmung trotz Trinkwasser-Risiken

Die Regierung von Unterfranken hat die Pläne des Baukonzerns Knauf zum unterirdischen Gipsabbau geprüft. Ihr Fazit: Das Vorhaben berge keine unkontrollierbaren Risiken – vorausgesetzt, bestimmte Auflagen werden erfüllt. Knauf begrüßte diese fachliche Einschätzung als weitere Bestätigung für das Projekt.

Das Unternehmen plant, in den kommenden 50 Jahren Gips unter der Region abzubauen. Die geplante Jahresfördermenge beträgt eine Million Tonnen. Das Gebiet ist jedoch von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden.

Im Rahmen des raumordnerischen Prüfverfahrens wurden 79 Behörden angehört. Zudem wurden über 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte mehr als 5.600 Unterschriften.

Die Regierung räumte ein, dass ein Restrisiko bestehe, stufte dieses jedoch als beherrschbar ein. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau sofort eingestellt werden. Knauf ist verpflichtet, strenge Vorgaben der Würzburger Behörden einzuhalten.

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Patrick Friedl von den Grünen kritisierte die Bewertung scharf. Die potenzielle Gefahr für das Trinkwasser werde seiner Meinung nach unterschätzt. Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende entscheiden soll.

Die Zukunft des Projekts hängt vom anstehenden Urteil der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung muss Knauf unter strengen Auflagen arbeiten, um das Grundwasser zu schützen. Die langfristigen Abbaupläne des Unternehmens stehen und fallen mit der Einhaltung dieser Vorgaben.

Quelle