Grüne fordern radikale Bahnwende für NRW: Modernisierung statt Stillstand
Selma SchmiedtGrüne fordern radikale Bahnwende für NRW: Modernisierung statt Stillstand
Die Grünen haben zentrale Prioritäten zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Die Partei betont, dass ein zuverlässiges und attraktives Bahnnetz entscheidend ist, um die Abhängigkeit vom privaten Pkw zu verringern. Ihre Vorschläge konzentrieren sich auf bessere Verbindungen und Modernisierungen, um die aktuellen Einschränkungen zu mildern.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, wies darauf hin, dass Fahrgäste die anhaltenden Beeinträchtigungen mit Geduld ertragen. Die Partei hebt hervor, dass sich das deutsche Schienennetz zwar inmitten einer umfassenden Modernisierung befindet, diese jedoch zu erheblichen Störungen im Betrieb geführt habe.
Die Grünen fordern mehrere konkrete Maßnahmen: So soll die RE2-Linie umgeleitet werden, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet zu schaffen. Zudem pochen sie auf die Elektrifizierung der S7-Linie und deren Verlängerung bis Düsseldorf. Ein weiterer Punkt ist der Bau zusätzlicher Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch vor Beginn der Arbeiten am RRX-Projekt.
Für eine langfristige Verbesserung der Zuverlässigkeit setzen sich die Grünen für schnellere Modernisierungen der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung von Baustellen ein. Sie betonen, dass die Bedürfnisse des lokalen Nahverkehrs die Planung sowohl auf Landesebene als auch beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) prägen müssen.
Die Wiederaufnahme des Betriebs auf den Linien RE7 und RB48 habe zwar vorläufig Entlastung gebracht, doch stehen weitere umfangreiche Bauarbeiten an. Ziel der Grünen ist es, den Schienenverkehr in den kommenden Jahren sicherer, zuverlässiger und attraktiver zu gestalten.
