15 March 2026, 04:10

Grüne holen knappen Sieg bei Landtagswahl in Baden-Württemberg – CDU auf Platz zwei

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Günther gratuliert Özdemir zum Wahlsieg in Südwest - Grüne holen knappen Sieg bei Landtagswahl in Baden-Württemberg – CDU auf Platz zwei

Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg einen knappen Vorsprung erzielt und sich als stärkste politische Kraft etabliert. Laut Hochrechnungen lagen sie am Abend knapp vor der CDU – ein deutlicher Wandel in der Wählergunst. Die SPD hingegen schaffte nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde, was die Parteispitze zum Nachdenken bringt.

Die Wahlbeteiligung stieg auf 69,6 Prozent und lag damit deutlich über den 63,8 Prozent von 2021. Fast erreichte sie den Wert von 2016 (70,4 Prozent) und blieb höher als in den Vorjahren 2011 (66,2 Prozent) und 2006 (53,4 Prozent). Der Anstieg deutet auf ein gestiegenes öffentliches Interesse an dieser Wahl hin.

Die Hochrechnungen bestätigten den knappen Vorsprung der Grünen vor der CDU – ein Ergebnis, das viele Beobachter überraschte. Gazi Freitag, Co-Vorsitzender der Grünen, betonte, die Partei habe ein 14-Punkte-Defizit in früheren Prognosen überwunden. Der Erfolg in Baden-Württemberg gibt nun Schwung für die Landtagswahl 2027 in Schleswig-Holstein, wo die Grünen an diese Leistung anknüpfen wollen.

CDU-Landeschef Daniel Günther, der zugleich Ministerpräsident von Schleswig-Holstein ist, gratulierte Cem Özdemir zum Sieg der Grünen. Günther zeigte sich zuversichtlich, dass die CDU aus einer starken Position heraus in Koalitionsgespräche gehen könne. SPD-Landesvorsitzender Ulf Kämpfer räumte hingegen ein, das Ergebnis sei enttäuschend, aber nicht unerwartet. Kämpfer, der 2027 gegen Günther in Schleswig-Holstein antreten wird, erkannte an, dass die SPD nach diesem Rückschlag neu aufstellen müsse.

Der Vorsprung der Grünen in Baden-Württemberg ebnet den Weg für mögliche Koalitionsverhandlungen. Gleichzeitig stärkt das Ergebnis ihre Aussichten für die Wahl 2027 in Schleswig-Holstein. Angesichts steigender Wahlbeteiligung und der schwierigen Lage der SPD zeigt sich die politische Landschaft in beiden Bundesländern zunehmend in Bewegung.

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