18 February 2026, 21:43

Günstige Mini-Biogasanlagen sollen Landwirte mit 7,1 Millionen Euro Förderung überzeugen

Ein Hof liegt inmitten eines Feldes mit hohem Gras, Pflanzen und Bäumen, mit Häusern im Vordergrund und einem bewaldeten Hügel im Hintergrund.

Günstige Mini-Biogasanlagen sollen Landwirte mit 7,1 Millionen Euro Förderung überzeugen

Ein neues Projekt in Deutschland zielt darauf ab, kleine Biogasanlagen für mittelgroße Betriebe erschwinglicher zu machen. Die Initiative, die mit 7,1 Millionen Euro staatlicher Förderung unterstützt wird, konzentriert sich auf die Entwicklung kostengünstiger Systeme zur Fermentation von Rindergülle. Forscher und Ingenieure arbeiten daran, die Kosten zu senken und die Installation für Höfe mit etwa 100 Milchkühen zu vereinfachen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert die Entwicklung von Mikro- und Mini-Biogasanlagen mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Diese kompakteren Anlagen sind darauf ausgelegt, Gülle effizient zu verarbeiten, während die Investitionskosten deutlich unter denen größerer Systeme liegen. Dank der aktuellen Fördergelder könnte eine 50-kW-Anlage jährlich etwa 50.000 Euro einbringen – eine finanziell attraktive Option für Landwirte.

Die Universität Hohenheim leitet das Vorhaben mit dem Projekt KLAWIR. Ziel ist es, ein standardisiertes, kostengünstiges System zu entwickeln, das unter 8.000 Euro pro Kilowatt kostet – für Anlagen zwischen 30 und 50 kW. Durch den Einsatz vorgefertigter Komponenten soll die Installationszeit auf nur drei Wochen verkürzt werden. Dieser Ansatz könnte die Biogasproduktion für Betriebe rentabel machen, die die Technologie bisher als zu teuer ansahen.

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen bieten die Anlagen auch ökologische Pluspunkte. Die Lagerung von Gülle in geschlossenen Fermentern zur Biogasgewinnung kann die Methanemissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das erzeugte Biogas dient als flexibler Energieträger und hilft Landwirten, ihre eigenen Energiekosten zu senken. Kleinere Anlagen profitieren zudem von höheren Einspeisevergütungen, was ihre wirtschaftliche Attraktivität weiter steigert.

Das Projekt richtet sich an Betriebe mit etwa 100 Milchkühen und soll kleine Biogasanlagen zu einer praktikablen Lösung machen. Mit schnellerer Installation, geringeren Kosten und hohem Ertragspotenzial könnten solche Systeme bald zum Standard auf mittelgroßen Viehbetrieben werden. Die Förderung in Höhe von 7,1 Millionen Euro unterstreicht den politischen Willen, erneuerbare Energien in der Landwirtschaft weiter auszubauen.

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