20 June 2026, 14:07

Hamburgs Kinder- und Jugendhilfe steht vor dem Kollaps durch Sparzwang

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Hamburgs Kinder- und Jugendhilfe steht vor dem Kollaps durch Sparzwang

Hamburgs VKJH droht wegen chronischer Unterfinanzierung die Schließung – auch das Kinder- und Jugendombudsamt OHA! steht vor dem Aus

Die Stadt plant zudem, die unabhängige Beschwerdestelle OHA! Anwältin für Kinder- und Jugendrechte* abzubauen. Die Organisation kämpft bereits damit, grundlegende Verwaltungskosten zu decken.

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Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) warnt, ohne gesicherte Finanzierung schließen zu müssen. Um eine Geschäftsführerin und eine Verwaltungsmitarbeiterin zu halten, fehlen jährlich 120.000 Euro. Findet sich bis Ende Juni keine Lösung, wird der Verband über die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter beraten.

Die Hamburger Schulbehörde plant, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen. Dies würde eine Neuausschreibung erfordern. Ursprünglich war die OHA-Stelle inklusive Betreuungsangeboten ausgeschrieben worden, eine Erweiterung war einst vorgesehen.

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und kritisiert das erneute Vergabeverfahren. Seit ihrem Start 2021 bearbeitet die OHA-Stelle jährlich rund 300 Beratungsfälle.

Die finanzielle Not des VKJH gefährdet nicht nur dessen Arbeit, sondern auch das OHA-Büro. Die Umstrukturierungspläne der Stadt könnten die Angebote für Kinder und Jugendliche weiter destabilisieren. Ohne zusätzliche Mittel oder eine neue Vereinbarung drohen sowohl dem Verband als auch seiner Interessenvertretung das Ende.

Quelle