Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Kostenexplosion und Auftragsflaute
Oswin BolanderHandwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Kostenexplosion und Auftragsflaute
Handwerksbetriebe in Südwestdeutschland stehen unter zunehmendem finanziellen Druck, da die Kosten steigen und die Aufträge zurückgehen. Der Handwerk BW-Verband, der rund 145.000 Unternehmen in der Region vertritt, meldet, dass die Stimmung auf dem tiefsten Stand seit Beginn der COVID-19-Pandemie angelangt ist.
Ende 2021 bewerteten noch fast die Hälfte aller Betriebe ihre Lage als gut. Doch laut den aktuellen Zahlen beschreiben nur noch 37 Prozent ihre Geschäftsentwicklung als positiv. Ein Viertel der Unternehmen stuft seine Situation inzwischen als schlecht ein – ein deutlicher Kontrast zur früheren Zuversicht.
Besonders hart treffen die Betriebe die steigenden Energie- und Beschaffungskosten. Geopolitische Spannungen haben die Ausgaben zusätzlich in die Höhe getrieben und die Gewinnmargen zusammenschrumpfen lassen. Auch die Auftragslage hat gelitten: 44 Prozent der Unternehmen verzeichnen einen Rückgang – gegenüber 34 Prozent vor einem Jahr. Gleichzeitig meldeten nur 17 Prozent mehr Aufträge, nach 21 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Der Verband, der rund 770.000 Beschäftigte zählt und über 46.000 Auszubildende ausbildet, warnt, dass die aktuellen Herausforderungen langfristige Folgen für das Handwerk haben könnten.
Der Rückgang der Aufträge und die steigenden Kosten belasten die Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stark. Da immer weniger Unternehmen eine gute Geschäftsentwicklung melden und die Stimmung auf einem Tiefpunkt ist, blickt die Branche mit Unsicherheit auf die kommenden Monate.






