Heitersheim plant radikale Umgestaltung des Malteserschloss-Viertels bis 2030
Oswin BolanderHeitersheim plant radikale Umgestaltung des Malteserschloss-Viertels bis 2030
Heitersheim treibt die umfassenden Umgestaltungspläne für das Malteserschloss-Viertel voran. Eine Reihe von Förderentscheidungen und neuen Vorschlägen werden die Zukunft des Gebiets prägen – von historischen Gebäuden über Grünflächen bis hin zu einer Kindertagesstätte. Der Gemeinderat wird im März 2026 über ein vollständiges Maßnahmenpaket abstimmen.
Gesichert ist bereits die Finanzierung für ein Quartiersmanagement im Rahmen des "Nichtinvestiven Städtebauförderprogramms", das bis 2030 läuft. Diese langfristige Unterstützung soll die Koordination künftiger Projekte im Viertel gewährleisten.
Die Gebäude Lazarus und Stehwagen sollen neu aufgelegt werden: Geplant ist ihr Verkauf über Erbbaurechte an die Schloss-Heitersheim GmbH. Das Lampert-Gebäude könnte bis zu 750.000 Euro erhalten, während für die Häuser Gabriel und Raphael gemeinsam bis zu 845.000 Euro vorgesehen sind. Diese Summen liegen über den üblichen Fördergrenzen und unterstreichen die Bedeutung der Objekte für die Aufwertung des Viertels.
Auch der Schlosspark, ein zentraler Bestandteil des Malteserschloss-Areals, steht im Fokus. Bis zu 550.000 Euro sind für die Sanierung des historischen Innenhofs und der Grünanlagen vorgesehen, die so zu einer einladenden öffentlichen Fläche umgestaltet werden sollen. Der Park spielt seit jeher eine wichtige Rolle für das kulturelle Leben und die Stadtplanung Heitersheims.
Ein weiteres großes Vorhaben betrifft die Kindertagesstätte im Schlossensemble. Sie könnte nun rückwirkend Fördermittel aus der Städtebauförderung in Höhe von rund zwei Millionen Euro erhalten. Der Eigenanteil der Stadt wird auf etwa 800.000 Euro geschätzt, wobei sich der Träger bereit erklärt hat, die Mietkosten zu senken.
Die entscheidende Gemeinderatssitzung findet am 17. März 2026 statt. Werden die Pläne gebilligt, werden die Fördergelder und Maßnahmen das Malteserschloss-Viertel grundlegend verändern – mit verbesserten öffentlichen Räumen, sanierten historischen Gebäuden und modernisierten Gemeinschaftseinrichtungen. Die Beschlüsse werden zudem die städtebauliche Entwicklung Heitersheims für das kommende Jahrzehnt prägen.