Hoeneß verteidigt sich gegen Kritik
Hoeneß wehrt sich gegen Kritik
VfB Stuttgart unterliegt nach Aufstellungs-Experimente gegen den HSV – Trainer bittet um Verständnis
VfB Stuttgart hat im Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 1:2 knapp verloren. Trotz der Niederlage bleibt die Mannschaft in drei Wettbewerben im Rennen um Titel. Trainer Sebastian Hoeneß verteidigte nach der Partie seine Entscheidung, die Startelf nach dem Europa-League-Sieg unter der Woche stark zu verändern.
Hoeneß nahm sieben Änderungen an der Elf vor, die erst drei Tage zuvor im europäischen Wettbewerb mit 4:0 triumphiert hatte. Seine Personalentscheidungen gerieten in die Kritik, als Chris Führich in der 40. Minute verletzt vom Platz musste und Deniz Undav für ihn ins Spiel kam. Der eingewechselte Stürmer traf zwar später, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Der HSV erzielte den Siegtreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit – obwohl die Gäste bereits in Unterzahl spielten. Hoeneß räumte nach dem Spiel ein, dass Undav bereits mehr Minuten absolviert habe, als ursprünglich geplant war, um Verletzungsrisiken zu vermeiden. Er betonte, Aufstellungsfragen müssten mit Überzeugung angegangen werden, unabhängig vom Ergebnis. Zudem verwies der Coach auf die aktuelle Personalnot in der Offensive: Nur ein einziger Stürmer stehe voll einsatzbereit zur Verfügung. Besonders in dieser Jahreszeit häufen sich Muskelverletzungen, was die Kaderplanung zusätzlich erschwere.
Nun richtet sich der Fokus des VfB auf den DFB-Pokal, wo die Stuttgarter am Mittwoch im Achtelfinale auswärts gegen den VfL Bochum antreten.
Trotz der Niederlage bleibt Stuttgart in Bundesliga, Europa League und Pokal im Titelrennen. Hoeneß’ Rotationsstrategie wird im weiteren Saisonverlauf weiter auf den Prüfstand gestellt. Die nächste Bewährungsprobe folgt bereits unter der Woche im Pokal, wo die Mannschaft ihre Titelträume am Leben halten will.
