Kai Wegner fehlt bei Debatten – während andere Berliner Kandidaten um Profile ringen
Selma SchmiedtKai Wegner fehlt bei Debatten – während andere Berliner Kandidaten um Profile ringen
Eine Reihe politischer Debatten in Berlin hat die unterschiedliche Beteiligung zentraler Akteure deutlich gemacht. Kai Wegner (CDU) ließ mehrere Diskussionen aus, während andere Kandidaten sich direkt in fachpolitische Austausche einbrachten. Thematisch reichten die Veranstaltungen von Bildungspolitik bis zur Prävention von Antisemitismus.
An einer Debatte zur Bildungspolitik nahmen Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Die Linke) und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen) teil, neben Katharina Günther-Wünsch (CDU), die für Wegner einsprang. Veranstalter war das Berliner Bündnis für Bildung. Wegner selbst war eingeladen worden, hatte aber Günther-Wünsch als Vertreterin entsandt.
Auch bei Diskussionen zu Kunst, Kultur und der Zukunft der Arbeit fehlte Wegner. Bei einer Debatte zur Antisemitismusprävention ließ er sich durch Justizsenator Felor Badenberg vertreten. Krach hingegen nutzt die Debatten aktiv, um sein öffentliches Profil zu schärfen – in den Protokollen des Abgeordnetenhauses sind von ihm bisher nur wenige Reden verzeichnet.
Das Kerntrio aus Eralp, Graf und Krach debattierte bereits mehrfach gemeinsam, was auf ein mögliches Dreierformat für künftige Diskussionen nach der Wahl hindeutet. Trotz seiner Abwesenheiten bestätigte Wegner seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Kleingärten in Berlin“, die vom Landesverband der Gartenfreunde ausgerichtet wird.
Wegners selektive Teilnahme kontrastiert mit dem durchgängigen Engagement anderer Kandidaten. Die wiederholten Debatten zwischen Eralp, Graf und Krach könnten die Diskussionen nach der Wahl prägen. Seine zugesagte Präsenz bei der Kleingarten-Veranstaltung zeigt jedoch, dass er sich in ausgewählten Politikbereichen gezielt einbringt.






