20 June 2026, 00:11

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Abgabestellen gegen Kriminalität und Elend

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Abgabestellen gegen Kriminalität und Elend

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf fordern die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten. Torsten Burmester (SPD) und Stephan Keller (CDU) haben Maßnahmen vorgeschlagen, um die wachsenden drogenbedingten Probleme in urbanen Räumen zu bewältigen. Ihr Plan sieht vor, kontrollierte Abgabestellen für den Mikrohandel einzurichten, um öffentliche Unordnung und Kriminalität zu verringern.

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In einem gemeinsamen Schreiben baten Burmester und Keller den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) um eine rechtliche Prüfung. Sie möchten den Verkauf und Kauf kleiner Mengen harter Drogen in medizinisch betreuten Einrichtungen erlauben. Diese Zentren sollen Mitarbeitenden rechtlich klare Richtlinien für den Umgang mit solchen Transaktionen bieten.

Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt für Drogenabhängige entwickelt, was bei Anwohnern und Unternehmen erhebliche Belastungen verursacht. Süchtige betteln oft aggressiv, begehen Diebstähle oder Prostitution und konsumieren Drogen in öffentlichen Bereichen wie Ladeneingängen. Burmester beschrieb die Lage als überfordernd – sowohl für die Abhängigen als auch für das lokale Umfeld.

Keller strebt an, bestimmte Zonen auszuweisen, in denen der Mikrohandel geduldet werden könnte. Er ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Kriminalität verringern und den Druck auf öffentliche Räume mindern würde. Die Verschiebung der Drogenkonsumgewohnheiten – in Großstädten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt ist inzwischen Crack weiter verbreitet als Heroin – verleiht dem Vorstoß zusätzliche Dringlichkeit.

Mit ihrem Vorschlag wollen die Oberbürgermeister den wachsenden Herausforderungen durch harten Drogenkonsum in städtischen Zentren begegnen. Die Legalisierung des Mikrohandels in kontrollierten Umgebungen könnte eine strukturierte Alternative zu offenen Drogenmärkten bieten. Gleichzeitig könnte dies Entlastung für Gemeinden bringen, die besonders stark unter drogenbedingten Aktivitäten leiden.

Quelle