10 February 2026, 10:32

Kretschmanns Klimabilanz in Baden-Württemberg: Lob für Fortschritte, Kritik am Stillstand

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text.

Kretschmann kontert: "Kann nicht alles zur Chefsache machen" - Kretschmanns Klimabilanz in Baden-Württemberg: Lob für Fortschritte, Kritik am Stillstand

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann steht wegen der Klimapolitik seines Bundeslandes in der scharfen Kritik. Der Klimarat attestierte seiner Regierung kürzlich ein schlechtes Zeugnis und warnte, der Fortschritt beim Klimaschutz sei ins Stocken geraten. Kretschmann wies die Vorwürfe jedoch zurück und verteidigte die Bilanz seiner Regierung.

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In seinem Bericht betonte der Klimarat, dass es dem Land nicht gelungen sei, wieder Schwung in die Erfüllung der Klimaziele zu bringen. Kretschmann hingegen argumentierte, dass drei der fünf zentralen Sektoren – Energie, Industrie und Gebäude – ihre Ziele entweder erreicht oder sogar übertroffen hätten. Dies bezeichnete er als bedeutenden Durchbruch für seine Klimastrategie.

Beim Verkehr jedoch gibt es weiterhin erhebliche Probleme. Der Ministerpräsident räumte ein, dass die Beschleunigung der Umstellung auf Elektromobilität entscheidend sei, um die Emissionen in diesem Bereich zu senken. Gleichzeitig verwies er auf die Grenzen seines Amtes und erklärte, nicht jedes Thema gleichrangig behandeln zu können.

Stand Oktober 2025 sind in Baden-Württemberg 813 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2.020 Megawatt in Betrieb. Zwar fehlte ein direkter Vergleich zu den ursprünglichen Ausbauzielen, doch Kretschmann hob die Fortschritte bei den erneuerbaren Energien hervor. Dennoch deutet der Bericht des Klimarats darauf hin, dass noch mehr getan werden muss, um die langfristigen Klimaziele zu erreichen.

Die Landesregierung steht weiterhin unter Druck, ihre Klimabemühungen – insbesondere im Verkehrssektor und bei den erneuerbaren Energien – zu verstärken. Die aktuelle Windenergieleistung liegt bei 2.020 Megawatt, doch Kritiker fordern tiefgreifendere systemische Veränderungen. Die Debatte über die Klimapolitik Baden-Württembergs wird voraussichtlich anhalten, da die Fristen für die Emissionsziele näher rücken.