"La Parabole du Seum" feiert provokante Premiere bei den Wiener Festwochen
Sandro Gute"La Parabole du Seum" feiert provokante Premiere bei den Wiener Festwochen
Die Performance „La Parabole du Seum“ feierte im Odeon im Rahmen der Wiener Festwochen Premiere. Unter der Regie von Rébecca Chaillon erkundet das Stück die Realität von Körpern und die Erfahrungen von Menschen, die sich als fett identifizieren. Der Titel spielt mit den Begriffen „Parabel“ und „Satellitenschüssel“ und verleiht der Inszenierung so eine zusätzliche Bedeutungsebene.
Inspiriert ist die Produktion von Octavia Butlers Roman „Parable of the Sower“ („Die Parabel vom Sämann“) sowie den Lebensgeschichten eines Popstars und einer Astrophysikerin aus derselben stigmatisierten Banlieue, in der auch Chaillon aufgewachsen ist. Sieben Schauspieler:innen eröffnen das Stück mit einer Entschuldigung für ihre Körper – ein provokanter Auftakt.
Die Aufführung beinhaltet eine groteske Nachstellung der Abnehm-Show „The Biggest Loser“ und treibt die Absurdität damit auf die Spitze. Eine Gruppe Überlebender trägt den Abend mit schrägem, radikalem und erschöpfendem Elan. Der Höhepunkt zeigt die Darsteller:innen in Bodybuilder-Posen, überzogen mit selbstgemachter Butter.
Das Stück fordert mit mutigen, theatralischen Entscheidungen die Wahrnehmung von Körperbildern heraus. Es hinterlässt beim Publikum schroffe, unvergessliche Bilder und ein Gefühl roher, ungefilterter Ausdruckskraft. Die Premiere ist ein markanter Beitrag zum diesjährigen Festivalprogramm.






