Leipzigs Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Fernwärme mit 41 Megawatt Leistung
Sandro GuteLeipzigs Solarwärmekraftwerk revolutioniert die Fernwärme mit 41 Megawatt Leistung
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk geht in Leipzig in Betrieb
Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsens, hat offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz angeschlossen. Die Anlage markiert einen bedeutenden Schritt in Leipzigs Bestrebungen, die Wärmeversorgung nachhaltiger zu gestalten.
Das Kraftwerk erstreckt sich über 14 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt. Es nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Marktführers Ritter sowie moderne Steuerungssysteme, um die Wärmeaufnahme zu optimieren. Das 40-Millionen-Euro-Projekt erhielt rund 16 Millionen Euro an Bundesfördermitteln und weiteren Zuschüssen.
Die erzeugte Wärme speist nun in Leipzigs Fernwärmenetz ein. Sie versorgt Haushalte mit Warmwasser und Heizung und deckt im Sommer bis zu ein Fünftel des städtischen Wärmebedarfs. Im Winter sinkt der Anteil auf wenige Prozent.
Leipzigs umfassender Wärmewendeplan umfasst weitere grüne Projekte, darunter ein „Power-to-Heat“-System und die Nutzung von Abwärme. Bundeseitig ist die Solarwärmekapazität jedoch stark zurückgegangen: von unter 500 Megawatt im Jahr 2022 auf 263 Megawatt 2023 und nur noch 154 Megawatt in diesem Jahr.
Die neue Anlage stärkt Leipzigs erneuerbare Energieversorgung und zeigt, wie großflächige Solarthermieprojekte städtische Wärmenetze unterstützen können. Doch der bundesweite Trend verzeichnet seit zwei Jahren einen deutlichen Rückgang bei neuen Solarwärmeanlagen.






