Land fördert die Wiederverwendung von Bauteilen
Baden-Württemberg hat eine neue Förderinitiative gestartet, um die Wiederverwendung von Baumaterialien zu fördern. Das Programm stellt 500.000 Euro für Projekte bereit, die tragende Bauteile wie Stahlträger, Holzunterzüge oder Betonfertigteile wiederverwenden. Entwickler aus dem öffentlichen und privaten Sektor sind aufgerufen, sich bis zu zwei Stichtagen im Jahr 2026 zu bewerben.
Die Initiative ist eine gemeinsame Aktion des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ihre Forschung konzentriert sich darauf, wie Konstruktionsholz und Stahlelemente wiederverwendet werden können, um Abfall und Emissionen zu reduzieren. Die Projekte müssen nachweisbare Ergebnisse vorlegen – etwa, wie viel Material sie wiederverwenden und welche ökologischen Vorteile damit verbunden sind.
Bewerbungen werden in zwei Runden entgegengenommen, mit Einschlussfristen am 31. März 2026 und 30. Juni 2026. Die Förderung zielt auf praktische, messbare Lösungen ab – nicht auf theoretische Studien. Durch den Fokus auf tragende Bauteile soll das Bauen nachhaltiger werden, ohne die statische Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Wiederverwendung von Materialien schont Ressourcen und senkt den CO₂-Ausstoß. Das Ministerium erhofft sich, dass das Programm Maßstäbe für zukünftige Baupraktiken in der gesamten Region setzt.
Der 500.000-Euro-Fonds unterstützt Projekte mit spürbarer Wirkung in der Praxis. Erfolgreiche Antragsteller müssen die Menge der wiederverwendeten Materialien dokumentieren und berichten. Dieser Schub für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen könnte prägend dafür sein, wie Gebäude in den kommenden Jahren geplant und zurückgebaut werden.
