Landtagswahl in Baden-Württemberg: Ein unberechenbares Duell zwischen Grünen und CDU
Sandro GuteLandtagswahl in Baden-Württemberg: Ein unberechenbares Duell zwischen Grünen und CDU
Baden-Württemberg wählt am 8. März – ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ungewissem Ausgang
Am 8. März geht Baden-Württemberg zur Landtagswahl – und es bahnt sich ein enges Rennen an. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr; erste Hochrechnungen werden kurz danach erwartet. Diesmal ist die Lage unberechenbarer als sonst, nicht zuletzt wegen des Rückzugs des langjährigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und der jüngsten Änderungen des Wahlrechts.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfs steht das Duell zwischen Grünen und CDU um den ersten Platz. Die Grünen schicken den ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir als Spitzenkandidaten ins Rennen, während die CDU auf ihren Landes- und Fraktionsvorsitzenden Manuel Hagel setzt. Beide Parteien liefern sich ein hart umkämpftes Rennen, doch der Ausgang bleibt offen.
Erste Trends am Wahlabend: Exit-Polls und ihre Tücken Noch am Wahlabend werden erste Prognosen auf Basis von Wahlbefragungen veröffentlicht – allerdings dürfen diese gesetzlich erst nach 18 Uhr bekannt gegeben werden. Die Hochrechnungen, die auf freiwilligen und anonymen Wählerbefragungen beruhen, geben einen ersten Hinweis auf das Ergebnis. Traditionell liefern Infratest dimap für die ARD und die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF äußerst präzise Vorhersagen; in der Vergangenheit lagen die Abweichungen im Schnitt bei unter 0,5 Prozentpunkten. In Baden-Württemberg kam es jedoch schon zu größeren Ausreißern – mit Differenzen von bis zu 9,1 Prozentpunkten.
Im Laufe des Abends aktualisieren die Medien ihre Berichte dann mit Prognosen, die nicht mehr auf reinen Exit-Poll-Daten, sondern auf ausgezählten Ergebnissen aus ausgewählten Wahlbezirken basieren. Die vorläufigen Zahlen zeigen, ob kleinere Parteien wie die FDP oder die Linke die Fünf-Prozent-Hürde nehmen und in den Landtag einziehen.
Das offizielle Endergebnis folgt später Erst Tage nach der Wahl wird das endgültige Ergebnis im Staatsanzeiger für Baden-Württemberg veröffentlicht. Bis dahin prägen die Hochrechnungen die Debatten über die künftige Landesregierung.
Ungewisser Ausgang, enge Kämpfe Die Wahl wird auf des Messers Schneide entschieden – zwischen Grünen und CDU, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Das Fehlen Kretschmanns und die geänderten Wahlregeln erhöhen die Unberechenbarkeit. Sobald die Stimmen ausgezählt sind, steht nicht nur fest, welche Partei die Nase vorn hat, sondern auch, welche kleineren Parteien den Sprung ins Parlament schaffen.
