16 December 2025, 06:30

Lebensgefährliches Train-Surfen: Zwei Unbekannte riskieren auf S-Bahn ihr Leben

Ein Zug auf Eisenbahnschienen mit Menschen, die links stehen und ein Dach oben im Bild.

Lebensgefährliches Train-Surfen: Zwei Unbekannte riskieren auf S-Bahn ihr Leben

Zwei Unbekannte surfen auf S-Bahn – Bundespolizei sucht Zeugen nach lebensgefährlichem Leichtsinn

Bundespolizeiinspektion Stuttgart – Freiberg am Neckar. Eine gefährliche Aktion mit potenziell tödlichem Ausgang hat sich am Sonntagabend, den 15. Dezember 2025, in der Nähe von Freiberg am Neckar ereignet. Zwei unbekannte Personen kletterten auf den hinteren Wagen eines fahrenden S4-Zugs und fuhren auf dessen Außenwand mit – ein als „Train-Surfen“ bekanntes, extrem riskantes Verhalten. Die Behörden ermitteln nun wegen des lebensgefährlichen Vorfalls.

Die Tat ereignete sich, als der S4-Zug den Bahnhof Freiberg am Neckar verließ. Die beiden Männer begaben sich auf das Äußere des Zuges und blieben dort bis zur Station Benningen. Ein Zeuge bemerkte sie und alarmierte sofort die Rettungskräfte.

Die Polizei traf in Benningen ein, konnte die Gesuchten jedoch nicht mehr antreffen. Daraufhin wurde die Strecke zwischen Freiberg am Neckar und Benningen nach möglichen Verletzten abgesucht. Für die Suchaktion musste der Bahnverkehr vorübergehend eingestellt werden, was zu Verspätungen im Zugbetrieb führte.

Train-Surfen birgt extreme Risiken: Bei hohen Geschwindigkeiten können Kollisionen mit Hindernissen wie Oberleitungen, Schildern oder Bäumen tödlich enden. Die Stromleitungen der Bahn führen 15.000 Volt – etwa das 65-fache einer Haushaltssteckdose – selbst indirekter Kontakt kann daher tödlich sein. Trotz der Gefahren entkamen die Täter unerkannt.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Angaben zu dem Vorfall oder den Beteiligten machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 49 711 55049-1020 oder per E-Mail an [email protected] zu melden.

Bisher konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden, ihre Identität ist weiterhin unbekannt. Der Vorfall führte zu Behinderungen im Zugverkehr und unterstreicht die lebensbedrohlichen Gefahren des Train-Surfens. Die Behörden suchen weiterhin nach Zeugen, um die Ermittlungen voranzutreiben.

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