Lufthansa übertrifft Erwartungen trotz hoher Spritkosten und Lieferengpässen
Sandro GuteLufthansa übertrifft Erwartungen trotz hoher Spritkosten und Lieferengpässen
Lufthansa meldet bessere als erwartete Ergebnisse im ersten Quartal – trotz steigender Spritkosten und anhaltender Lieferengpässe
Die Aktien der Lufthansa stiegen nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um über 8 Prozent, nachdem das Unternehmen einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro verkündet hatte – und damit weniger als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, während der Konzern seinen Flugplan anpasst und sich auf mögliche weitere Störungen einstellt.
Der Umsatz der Airline kletterte im ersten Quartal um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlte jedoch die Erwartungen der Analysten, die mit 9,3 Milliarden Euro gerechnet hatten. Höhere Treibstoffkosten, unter anderem bedingt durch den Konflikt im Iran, belasteten das Unternehmen in diesem Jahr bereits mit zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Trotz dieser Belastungen hielt Lufthansa an ihrer Jahresprognose für den Gewinn fest – vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Treibstoffknappheiten oder Arbeitsniederlegungen.
Um Risiken zu begrenzen, hat das Unternehmen bereits 20.000 Flüge aus dem Sommerflugplan gestrichen. Zudem werden Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika ausgearbeitet, wo Versorgungsengpässe bei Kerosin zu Verzögerungen führen könnten. Mittelfristig erwartet Lufthansa, dass der bereinigte operative Gewinn bis 2025 die Marke von 1,96 Milliarden Euro übersteigen wird. Für den Zeitraum 2028 bis 2030 peilt das Unternehmen eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent an.
Die vorsichtige Zuversicht des Konzerns hängt davon ab, weitere Rückschläge zu vermeiden. Die Prognose für 2026 bleibt zwar bestehen, doch die Führungsebene warnte, dass weitere Preissprünge bei Treibstoff oder Streiks den Betrieb empfindlich stören könnten.
Die positiven Quartalszahlen haben das Vertrauen der Anleger gestärkt, was sich im deutlichen Kursanstieg widerspiegelt. Die ehrgeizigen Gewinnziele für 2025 und darüber hinaus bleiben bestehen – ihre Erreichung hängt jedoch von stabilen Treibstofflieferungen und reibungslosen Abläufen ab. Vorerst passt die Airline ihre Pläne weiterhin an einen unberechenbaren Markt an.






