Mannheims engagierter Stadtrat Konrad Schlichter mit 83 Jahren verstorben
Selma SchmiedtMannheims engagierter Stadtrat Konrad Schlichter mit 83 Jahren verstorben
Konrad Schlichter, langjähriger Stadtrat und Fürsprecher der Senioren in Mannheim, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Sein jahrzehntelanges öffentliches Engagement umfasste Tätigkeiten in der Kommunalpolitik, der Jugendarbeit und in gemeinnützigen Organisationen. Kollegen und Stadtvertreter würdigen seinen Einsatz und seine Weitsicht.
Schlichters Weg in das öffentliche Leben begann in der Jugendarbeit. Als stellvertretender Dekanatsjugendleiter beim BDKJ und Mitglied des Mannheimer Jugendgemeinderats prägte er frühzeitig Initiativen für junge Menschen. Seine politische Laufbahn schloss sich nahtlos an und erstreckte sich über fast 50 Jahre im Mannheimer Stadtrat sowie in Bezirksbeiräten.
Während seiner Zeit als Stadtrat übernahm er innerhalb der CDU zentrale Funktionen. Er wirkte als stellvertretender Vorsitzender der Fraktion und später als Sprecher für Sozialpolitik, Verkehr und Wohnungsbau. Zwar sind Details seiner Arbeit in diesen Rollen nur begrenzt bekannt, doch sein Einfluss auf lokale Entscheidungsprozesse war unbestritten.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Rat widmete sich Schlichter verstärkt der Seniorenarbeit. Gemeinsam mit Marianne Bade leitete er den Seniorenbeirat und brachte den Deutschen Seniorentag nach Mannheim. Für sein Engagement erhielt er die Goldene Ratmedaille der Stadt Mannheim sowie die Lorenz-Werthmann-Medaille des Deutschen Caritasverbandes.
Auch jenseits der Politik blieb er in Vereinen und Verbänden aktiv, darunter im Kulturverein Waldhof und in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) der CDU.
Oberbürgermeister Christian Specht bezeichnete Schlichter als respektierten Visionär und geschätzten Gesprächspartner. Seine Beiträge zum Mannheimer Gemeinwesen – von der Jugendförderung bis zur Seniorenvertretung – hinterlassen bleibende Spuren in der Stadt. Die Auszeichnungen, die er erhielt, spiegeln ein Leben im Dienst der Gemeinschaft wider.
