15 March 2026, 06:13

Markgräflerland bekommt 2026 ein komplett neues Busnetz mit sechs Hauptlinien

Sechs Busse auf einer Straße mit einem Text-Overlay, sieht aus wie ein bearbeitetes Foto.

Markgräflerland bekommt 2026 ein komplett neues Busnetz mit sechs Hauptlinien

Landkreis Lörrach plant Umstrukturierung des Busnetzes im Markgräflerland

Am 13. Dezember 2026 soll im Landkreis Lörrach ein grundlegend reformiertes Busnetz für die Region Markgräflerland an den Start gehen. Den Zuschlag für den Betrieb – zunächst für fünf Jahre – erhält voraussichtlich ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus GmbH. Ziel der Neugestaltung ist es, die Linienführung zu vereinfachen, die Anschlüsse zu verbessern und den Schülerverkehr effizienter in den regulären Fahrplan zu integrieren.

Zwischen 2021 und 2025 stiegen die Fahrgastzahlen auf den bestehenden Markgräflerland-Linien um etwa 12 Prozent. Die jährliche Nutzung kletterte von 1,2 Millionen auf 1,35 Millionen Fahrten – angetrieben durch gestiegene Pendlerzahlen und Förderprogramme für den Öffentlichen Nahverkehr. Nun will der Landkreis diesen Aufwärtstrend mit einem schlankeren und attraktiveren Netz weiter ausbauen.

Sechs Hauptlinien und optimierte Verbindungen Das neue System umfasst sechs zentrale Linien – die Nummern 200, 220, 240, 245, 255 und 265 – sowie zusätzliche Schülerverbindungen. Die Linie 255 wird montags bis freitags im Stundentakt verkehren und dabei Efringen-Kirchen, Eimeldingen und Rümmingen mit der Kreisstadt Lörrach verbinden. Die Linien 200 und 265 führen bis zum Basler Claraplatz, wobei die 200 zudem eine geänderte Route durch das Zentrum von Weil am Rhein nehmen wird.

Kosten und Datenerfassung im Fokus Die Kreisverwaltung kalkuliert mit Kosten von 4,45 Euro pro gefahrenem Kilometer. Die voraussichtlichen Zuschüsse für das Jahr 2027 belaufen sich auf rund 4,261 Millionen Euro. Um die Finanzplanung auf eine solide Datenbasis zu stellen, müssen bis Dezember 2026 in allen Bussen des Landkreises automatische Fahrgastzählsysteme installiert werden. Diese sollen präzise Auslastungsdaten liefern, die für künftige Anpassungen genutzt werden.

Die überarbeitete Verkehrsplanung sieht strengere Vorgaben für die Datenerhebung und die Vernetzung der Angebote vor. Die Änderungen treten Ende 2026 in Kraft, das Konsortium übernimmt den Betrieb für mindestens fünf Jahre. Ziel ist ein effizienteres System, das der wachsenden Nachfrage gerecht wird – ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen.

Quelle