Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2
Kleiner Zwischenfall im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg Block 2 während Rückbauarbeiten
Im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg Block 2 ist es während der Rückbauarbeiten zu einem kleineren Vorfall gekommen. Dabei wurden bei der Entfernung von Betonträgern versehentlich asbesthaltige Dichtungen gelöst. Der Betreiber des Kraftwerks, die EnBW Kernkraft AG, meldete den Vorfall als Routineereignis mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.
Ausgelöst wurde der Vorfall, als Arbeiter in einem Bereich der Anlage Betonträger entfernten. Durch die Erschütterungen wurden Asbestfasern aus alten Fugendichtungen freigesetzt, woraufhin sofortige Maßnahmen eingeleitet wurden. Das Personal räumte die betroffene Zone und richtete eine Absperrung ein, um eine mögliche Belastung zu verhindern.
Die beschädigten Träger verloren vorübergehend – für etwa einen Tag – ihre Brandschutzfunktion. Alle anderen Brandschutzsysteme im betroffenen Bereich blieben jedoch voll funktionsfähig. Nach Reinigungsarbeiten und Luftqualitätsprüfungen wurde die Öffnung vorsorglich mit brandhemmender Folie abgedeckt. Die Aufsichtsbehörden stuften den Vorfall in die Kategorie N ein, die niedrigste Stufe für routinemäßige Meldungen. Auf der INES-Skala erhielt er die Bewertung 0, was bedeutet, dass keine nennenswerte sicherheitstechnische Gefahr bestand.
Der Kraftwerksbetreiber bestätigte, dass keine Mitarbeiter schädlichen Asbestkonzentrationen ausgesetzt waren. Die vorübergehende Beeinträchtigung des Brandschutzes wurde zügig behoben, und die üblichen Sicherheitsvorkehrungen blieben zu jedem Zeitpunkt wirksam. Die Stilllegungsarbeiten wurden inzwischen unter normalen Bedingungen wiederaufgenommen.
