Mercedes-Benz-Aktie: €150 Millionen Vergleich
Mercedes-Benz erhöht die Fahrzeugpreise in Indien ab Januar 2026 um bis zu 2 Prozent. Die Preisanpassung erfolgt parallel zur Beilegung eines großen Dieselabgas-Skandals in den USA. Beide Schritte unterstreichen die finanziellen Belastungen durch Währungsschwankungen und rechtliche Kosten.
Die Preiserhöhung in Indien ist eine Reaktion auf die Abwertung der Rupie gegenüber dem Euro. Die lokale Tochtergesellschaft Mercedes-Benz India unter der Führung von CEO Santosh Iyer setzt die Anpassung um, um gestiegene Import- und Logistikkosten auszugleichen. Indische Behörden oder Vertreter sind an der Entscheidung nicht direkt beteiligt.
Unterdessen hat der Automobilhersteller in den USA eine Einigung über Vorwürfe zu Dieselemissionen erzielt und zahlt dafür fast 150 Millionen US-Dollar. Die Vergleichszahlung betrifft rund 211.000 Fahrzeuge aus den Baujahren 2008 bis 2016. Betroffene Besitzer erhalten jeweils 2.000 Dollar für ein verpflichtendes Software-Update.
Trotz der finanziellen Belastung führt Mercedes-Benz sein Aktienrückkaufprogramm fort. Das Unternehmen hat die Ausschüttungen an Investoren nicht ausgesetzt – auch nicht angesichts der zusätzlichen Kosten durch den Vergleich.
Indische Kunden müssen sich aufgrund von Währungsschwankungen auf höhere Preise zu Beginn des kommenden Jahres einstellen. In den USA beendet die Einigung im Abgasskandal einen langjährigen Streit; die Auszahlungen und Updates laufen bereits. Das Rückkaufprogramm des Konzerns bleibt vorerst unberührt.
