Mercedes-Benz kämpft mit drastischem Absatzrückgang im dritten Quartal
Oswin BolanderMercedes-Benz kämpft mit drastischem Absatzrückgang im dritten Quartal
Mercedes-Benz verzeichnet starken Rückgang der weltweiten Verkäufe im dritten Quartal
Der Automobilkonzern Mercedes-Benz meldet einen deutlichen Einbruch der globalen Absatzzahlen für das dritte Quartal. Das Unternehmen setzte 12 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahreszeitraum. Investoren reagierten prompt – der Aktienkurs gab um über 3,5 Prozent nach.
Besonders ausgeprägt waren die Rückgänge in den wichtigsten Märkten: In China brachen die Verkäufe um 27 Prozent ein, in den USA gingen sie um 17 Prozent zurück. Die Sparte Mercedes-Benz Cars lieferte insgesamt 441.500 Fahrzeuge aus – ein spürbarer Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Weltweit verkaufte der Konzern 525.300 Fahrzeuge, was einem ähnlichen Minus von 12 Prozent entspricht.
Der Absatzrückgang steht im Kontrast zu Wettbewerbern wie BMW, die weiterhin wachsen. Auch der Marktanteil von Mercedes-Benz im chinesischen Premiumsegment ist geschrumpft: von rund 12 Prozent im Jahr 2023 auf unter 8 Prozent 2025. Gleichzeitig konnten einheimische Marken wie BYD und Geely (über die Marke Zeekr) ihren Anteil in diesem Segment ausbauen – von etwa 5 auf über 15 Prozent, indem sie stärker auf Elektrofahrzeuge setzten.
Ein Lichtblick bleibt der Absatz von Elektroautos, der um 9 Prozent zulegte. Dennoch gibt der allgemeine Rückgang Anlass zur Sorge. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden mit Spannung erwartet. Die vollständigen Quartalszahlen werden am 29. Oktober veröffentlicht, am Folgetag ist eine Analystenkonferenz angesetzt, um die Ergebnisse zu erörtern.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass die weitere Entwicklung der Aktie maßgeblich von der Reaktion des Managements abhängt. Ein überzeugender Turnaround-Plan könnte entscheidend sein, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Die aktuellen Absatzzahlen unterstreichen die Herausforderungen, vor denen Mercedes-Benz in einem sich wandelnden Markt steht. Zwar gibt es Fortschritte beim Ausbau der Elektromobilität, doch die Gesamtnachfrage hat nachgelassen. Der anstehende Finanzbericht und die Analystenkonferenz werden weitere Einblicke in die künftige Strategie des Konzerns liefern.
