Messerangriff in Ulm: Vater soll Verlobten seiner Tochter erstochen haben
Oswin BolanderMesserattacke auf künftigen Schwiegersohn: Vater vor Gericht - Messerangriff in Ulm: Vater soll Verlobten seiner Tochter erstochen haben
Heute beginnt vor dem Landgericht Ulm der Prozess gegen einen 52-jährigen Mann, der sich wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung verantworten muss. Die Anklage bezieht sich auf einen mutmaßlichen Messerangriff auf den Verlobten seiner Tochter in einem Restaurant in der Ulmer Innenstadt. Die Verhandlung startete um 13:00 Uhr und soll sechs Tage dauern.
Der Vorfall ereignete sich in einem Lokal im Zentrum Ulms. Der Angeklagte soll seinen künftigen Schwiegersohn mit einem Messer in Brust und Rücken erstochen haben. Berichten zufolge lehnte er die Beziehung seiner Tochter sowie die geplante Hochzeit seit Langem ab.
Ein Zeuge versuchte, den Angriff zu stoppen, wurde dabei jedoch in den Oberschenkel gestochen und erlitt eine durchtrennte Oberschenkelarterie. Ein weiterer Gast konnte den Angreifer schließlich überwältigen, indem er ihn mit einem Stuhl schlug. Kurz darauf traf der Rettungsdienst ein.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Mit einem Urteil wird bis Mitte März gerechnet.
Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine gewaltsame Auseinandersetzung, bei der zwei Menschen verletzt wurden. Zeugenaussagen und medizinische Gutachten werden als zentrale Beweismittel dienen. Das Verfahren wird entscheiden, ob der Angeklagte der Vorwürfe für schuldig befunden wird.
