17 January 2026, 13:37

NAKO-Studie in Freiburg feiert Durchbruch mit 2.500. Teilnehmer in Phase drei

Ein Balkendiagramm, das die Anzahl der Krebserkrankungen in Japan zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.

NAKO-Studie in Freiburg feiert Durchbruch mit 2.500. Teilnehmer in Phase drei

NAKO-Gesundheitsstudie erreicht Meilenstein am Standort SC Freiburg

Die NAKO-Gesundheitsstudie hat an ihrem Forschungszentrum in SC Freiburg einen wichtigen Erfolg verzeichnet: Der 2.500. Teilnehmer hat nun die Untersuchungen in der dritten Phase der Studie abgeschlossen. Das bundesweite Projekt, das seit 2014 läuft, erforscht, wie Lebensstil, Umwelt und Genetik das Krankheitsrisiko prägen.

Im Mittelpunkt der NAKO-Studie steht die langfristige Gesundheitsbeobachtung, um frühe Anzeichen schwerer Erkrankungen zu identifizieren. Durch wiederholte Tests über mehrere Jahre sammeln die Forscher verlässliche Daten zu Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Wirksamkeit von Präventionsstrategien unter realen Bedingungen zu bewerten.

Am Standort SC Freiburg wurden bereits über 20.000 medizinische Untersuchungen und fast 98.000 Fragebögen ausgewertet. Das Imaging Core der Studie hat zudem Zehntausende MRT-Aufnahmen analysiert und dabei bedeutende Zusammenhänge zwischen Körperzusammensetzung und Krankheitsrisiken aufgedeckt. Eine zentrale Erkenntnis zeigt, dass erhöhte Fettwerte im Muskelgewebe die Sterblichkeit steigern – selbst über die klassischen Risikofaktoren hinaus. Aktuelle Auswertungen haben weitere Verbindungen aufgezeigt: Verkehrslärm wurde als spürbare Gesundheitsgefahr identifiziert, während eine größere Muskelmasse Rückenschmerzen zu verringern scheint. In der Nephrologie deckte die Studie zudem Wechselwirkungen zwischen Nierenstruktur, Stoffwechselstörungen und genetischen Einflüssen auf.

Die NAKO-Studie baut ihre Datengrundlage weiter aus, um Früherkennung und Präventionsmethoden zu verbessern. Durch die fortlaufende Teilnahme der Probanden und moderne Bildgebungsverfahren erwarten die Forscher weitere Erkenntnisse zu weitverbreiteten Erkrankungen. Die Ergebnisse könnten künftige gesundheitspolitische Maßnahmen und medizinische Empfehlungen prägen.

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