28 June 2026, 04:14

Neue Berufungsverhandlung gegen René Benko: Betrugsvorwürfe und Millionenverluste

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

Neue Berufungsverhandlung gegen René Benko: Betrugsvorwürfe und Millionenverluste

Am Donnerstag steht eine neue Berufungsverhandlung im ersten Betrugsinsolvenzverfahren gegen René Benko an. Der Fall ist Teil einer umfassenderen Untersuchung zu Finanzvergehen innerhalb der Signa Group. Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Vorwürfe des Vertrauensbruchs und des Betrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Laut den Ermittlern fungierte die Signa Prime Selection wie ein finanzieller „Staubsauger“, der Gelder aus anderen Projekten abzog. Dazu gehörte auch eine Transaktion mit einem saudischen Staatsfonds im Zusammenhang mit dem Projekt „Franz“.

Mittel, die ursprünglich für das Bahnhofplatz-Projekt und die Galeria Karstadt Kaufhof vorgesehen waren, wurden stattdessen genutzt, um Liquiditätsengpässe an anderer Stelle in der Signa Group zu decken. Im persönlichen Insolvenzverfahren Benkos rückt nun eine Reihe hochwertiger Damenringe in den Fokus.

Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter kämpft derzeit mit mehreren Fronten in Benkos Insolvenzverfahren. Parallel dazu sieht sich Benko einer 18. Strafuntersuchung gegenüber – diesmal wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern in München.

Die anstehende Berufungsverhandlung könnte einen Wendepunkt in dem juristischen Drama markieren. Eine Verurteilung würde Benko erstmals im Rahmen der Signa-Affäre offiziell zum verurteilten Häftling stempeln. Das Ergebnis könnte die Richtung der laufenden finanziellen und strafrechtlichen Ermittlungen maßgeblich beeinflussen.

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