Niedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Oswin BolanderNiedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den Internationalen Frauentag zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Die Initiative geht von einem Bündnis aus DGB, der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat aus. Derzeit hat das Bundesland nur zehn Feiertage – die wenigsten in ganz Deutschland.
Ziel des Vorhabens ist es, den 8. März als offiziellen Feiertag einzuführen, um die Gleichstellung der Geschlechter, politische Teilhabe und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken. Eine Petition zur Unterstützung der Idee sammelte bereits über 5.000 Unterschriften, woraufhin sich der Petitionsausschuss mit dem Anliegen befasste. Nun prüft das Innenministerium den Vorschlag.
Verdi verweist auf Studien, die zeigen, dass zusätzliche Feiertage in der Vergangenheit keine negativen wirtschaftlichen Auswirkungen hatten. Dennoch warnen einige Wirtschaftsverbände vor möglichen Belastungen für die Wirtschaft. Damit der Feiertag gesetzlich verankert werden kann, muss eine Fraktion im Landtag einen entsprechenden Antrag einbringen. Die Befürworter planen Gespräche mit Abgeordneten und der Öffentlichkeit und wollen während der nächsten Plenarsitzung mit einer Aktion vor dem Landtag präsent sein.
Der Vorschlag befindet sich noch in der Prüfung. Bei einer Zustimmung würde der 8. März zum elften Feiertag in Niedersachsen. Die Entscheidung hängt von der politischen Unterstützung und einer weiteren Bewertung der Auswirkungen ab.
