Nordkurier Mediengruppe stellt auf Abendzustellung ihrer Zeitungen um
Die Nordkurier Mediengruppe stellt die Auslieferung ihrer gedruckten Zeitungen um. Künftig werden Titel wie der Nordkurier oder die Schwäbische Zeitung nicht mehr morgens, sondern abends zugestellt. Hintergrund der Änderung sind steigende Kosten und sinkende Auflagen, die die frühmorgendliche Zustellung unwirtschaftlich machen.
Die Gruppe gibt derzeit vier Tageszeitungen heraus: den Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und den Zollern-Alb-Kurier. Die morgendliche Auslieferung ist aufgrund höherer Mindestlöhne und rückläufiger Abonnentenzahlen zu teuer geworden. Um die Ausgaben zu senken, wechselt das Unternehmen nun zur Abendzustellung.
Mit der Umstellung reduziert sich die Erscheinungsweise der Printausgabe von sechs auf fünf Tage pro Woche – und zwar von Dienstag bis Sonntag. Die digitale Version bleibt jedoch weiterhin täglich verfügbar. Verlage, die sich dem neuen System nicht anpassen, könnten vor eine schwierige Entscheidung gestellt werden: entweder umstellen oder in einigen Regionen ganz auf gedruckte Ausgaben verzichten.
Für die logistische Umstellung wird derzeit ein neues Netzwerk aufgebaut, das nicht nur Zeitungen, sondern auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe ausliefert. Der Logistikdienstleister Hermes nutzt das System bereits. Erste Pilotprojekte in ausgewählten Regionen verliefen vielversprechend.
Die vollständige Umsetzung soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
Die Abendzustellung ersetzt künftig die morgendliche Auslieferung der Zeitungen der Gruppe. Ziel ist es, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Printausgaben zu erhalten. Sollte das Modell erfolgreich sein, könnte es für andere Verlage mit ähnlichen Herausforderungen zum Vorbild werden.






