17 June 2026, 16:50

Porsche ruft 22.000 Diesel-Cayenne wegen illegaler Audi-Software zurück

Porsche schätzt Schaden durch Audi-Motoren auf 200 Millionen Euro

Porsche ruft 22.000 Diesel-Cayenne wegen illegaler Audi-Software zurück

Porsche hat rund 22.000 Diesel-Fahrzeuge des Modells Cayenne in ganz Europa zurückgerufen. Der Rückruf erfolgte nach der Entdeckung illegaler Software in von Audi gelieferten Motoren. Das Unternehmen sieht sich nun mit erheblichen finanziellen und operativen Folgen konfrontiert.

Betroffen sind Cayenne-Modelle mit Audi-Dieselmotoren, die mit Abschalteinrichtungen ausgestattet sind. Diese illegalen Komponenten führten zum flächendeckenden Rückzug der Fahrzeuge vom Markt.

Porsche hat ein Software-Update entwickelt, um das Problem zu beheben. Die Lösung wartet derzeit auf die Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).

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Die geschätzten finanziellen Auswirkungen des Rückrufs belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. Diese Summe umfasst Kosten für die Fahrzeug-Updates, Anwaltsgebühren, Mietwagen für Kunden sowie Wertminderungen bei Leasingmodellen. Porsche plant, im Rahmen der bestehenden Lieferantenverträge Schadensersatzforderungen gegen Audi geltend zu machen, um die Verluste auszugleichen. Audi hat zwar zugesagt, Porsche zu entschädigen, doch könnte die endgültige Summe hinter den ursprünglichen Schätzungen zurückbleiben.

Ziel des Rückrufs und des Software-Updates ist es, die betroffenen Fahrzeuge wieder in Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben zu bringen. Porsche wird versuchen, den Großteil der entstandenen Kosten über rechtliche Schritte gegen Audi zurückzuerhalten. Die genaue Höhe der Entschädigung wird derzeit noch verhandelt.

Quelle