Rastatt rüstet drei Notunterkünfte mit Traktor-Generatoren für Blackouts aus
Oswin BolanderRastatt rüstet drei Notunterkünfte mit Traktor-Generatoren für Blackouts aus
Rastatt richtet drei Notunterkünfte für längere Stromausfälle ein. Die Stadt hat drei Notunterkünfte eingerichtet, um auf längere Stromausfälle vorbereitet zu sein. Die ausgewählten Gebäude bleiben dank Notheizungen und neu installierter Generatoren ganzjährig betriebsbereit. Zudem wurden kommunale Traktoren zu mobilen Stromquellen für die Standorte umfunktioniert.
Als Notfalltreffpunkte wurden drei städtische Hallen bestimmt: die Sporthalle in der St.-Michael-Straße in Wintersdorf, die Sporthalle am Wiesenweg in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße in Förch. Alle drei Standorte verfügen bereits über die notwendige Infrastruktur, darunter Umkleideräume, Duschen, Küchen und Vorratslager für Heizmaterial.
Um die Stromversorgung zu gewährleisten, hat Rastatt spezielle Zapfwellen-Generatoren (PTO) an Traktoren des Bauhofs und der Grünflächenämter angebaut. Diese Generatoren können die Notunterkünfte sowie weitere Geräte über mehrere Steckdosen mit Strom versorgen. Die Kosten für die technische Installation und Stromversorgung pro Halle beliefen sich auf knapp 20.000 Euro – zusätzliche Wartungskosten entstehen nicht.
Anders als in anderen Regionen Baden-Württembergs hat Rastatt damit vorsorglich Notstromlösungen in öffentlichen Gebäuden geschaffen. Vergleichbare Maßnahmen sind seit dem großen Stromausfall in Berlin in der Region nicht bekannt geworden.
Die drei Hallen dienen nun als zuverlässige Notunterkünfte bei Blackouts. Dank der Heizsysteme und der traktorbetriebenen Generatoren ist ein ganzjähriger Betrieb gesichert. Die Lösung ist praxistauglich und verursacht keine laufenden Wartungskosten.
