16 March 2026, 04:10

Rastatt wählt neu: CDU holt Direktmandat, AfD stärkste Kraft bei Zweitstimmen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit Text, der Stadtinformationen und ein Gebäude im rechten unteren Eck enthält.

Rastatt wählt neu: CDU holt Direktmandat, AfD stärkste Kraft bei Zweitstimmen

Die jüngste Wahl in Rastatt hat die lokale politische Landschaft grundlegend verändert. Dr. Alexander Becker von der CDU sicherte sich das Direktmandat mit 30,8 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit knapp gegen Philipp Helber von der AfD durch, der 30,1 Prozent erreichte. Die Ergebnisse markieren eine deutliche Verschiebung im Vergleich zur Landtagswahl 2021 – die AfD führt nun mit 29,7 Prozent der Zweitstimmen.

Die Wähler in Rastatt gaben am 8. März 2026 ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung lag bei 56,8 Prozent. Im Rennen um das Direktmandat gewann Becker für die CDU mit weniger als einem Prozentpunkt Vorsprung vor Helbers AfD. Thomas Hentschel von den Grünen folgte mit 17,4 Prozent, während Jonas Weber von der SPD auf 12,5 Prozent kam. Weiter hinten erreichten Petra Zink (FDP) 3,2 Prozent, Niko Metzler (Volt) 1,9 Prozent und Lisa Schrempp (Die Linke) 4,2 Prozent.

Noch deutlicher zeigen sich die Verschiebungen bei den Zweitstimmen: Die AfD legte stark zu und kam auf 29,7 Prozent – ein Anstieg von etwa 12,6 bis 16,8 Prozent im Vergleich zu 2021. Auch die CDU gewann hinzu und stieg um 5,3 Punkte auf 27,2 Prozent. Die Grünen hingegen verloren deutlich und fielen auf 22,6 Prozent, ein Rückgang um 5 bis 8 Punkte gegenüber ihrer Führung 2021. Die SPD büßte fast die Hälfte ihrer Unterstützung ein und rutschte von 13,6 auf 6,9 Prozent ab.

Zusammen erreichen CDU und AfD nun 55,9 Prozent der Stimmen und übertreffen damit das Ergebnis der Grün-Schwarzen Koalition von 2021, die damals auf 54,1 Prozent kam. Dies deutet auf eine stärkere Rechtsverschiebung in Rastatt hin, auch wenn direkte Vergleiche mit anderen Landkreisen in Baden-Württemberg fehlen.

Die Wahlergebnisse bestätigen die AfD als stärkste Kraft in Rastatt bei den Zweitstimmen, während die CDU das Direktmandat hält. Sowohl die Grünen als auch die SPD verloren an Boden – ein Zeichen für die veränderten politischen Präferenzen vor Ort. Insgesamt zeigt sich ein zersplitterteres und nach rechts rückendes Wählerverhalten im Vergleich zu vor fünf Jahren.

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