23 December 2025, 20:23

Rat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Rat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Ulm plant radikale Umgestaltung der Innenstadt: Ehinger Tor wird autofreundlicher und grüner

Die Ulmer Innenstadt steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Der Stadtrat hat die Pläne zur Neugestaltung des Ehinger Tors abgesegnet. Das bis 2030 realisierte Projekt soll den Autoverkehr reduzieren, Grünflächen ausweiten und die Wege für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen deutlich verbessern. Zu den zentralen Maßnahmen zählen eine neue Brücke, ein Straßentunnel sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

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Die Entscheidung des Rates folgte einem Patt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. Eine der ersten Veränderungen betrifft die Neue Straße, die zwischen Bismarckring und Schillerstraße von fünf auf drei Spuren schrumpft. Der gewonnene Platz wird für eine modernisierte Straßenbahn-Haltestelle mit längeren Bahnsteigen und barrierefreiem Zugang genutzt.

Auch der Bismarckring verliert zwischen Neuer Straße und Arsenalstraße eine Spur – hier entsteht eine durchgehende Radroute in Nord-Süd-Richtung. Langfristig könnte die Straße sogar von neun auf fünf Spuren verkleinert werden, während die Abzweigung von der Zinglerstraße zur Adenauerbrücke zur Sackgasse wird. Die Zinglerstraße selbst könnte künftig einen begrünten Mittelstreifen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen erhalten, der die Ehinger Parks verbindet – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt dem Vorhaben in einer späteren Sitzung zu. Die Wagnerstraße behält pro Richtung nur eine Spur; der nordwärts fließende Verkehr aus der Weststadt wird künftig über die Söflinger Straße und den Söflinger Kreisel umgeleitet.

Ein weiterer zentraler Eingriff: Die B10 wird unter die Erde verlegt und verläuft künftig in einem Tunnel unter dem Münsterplatz. Eine neue Fußgänger- und Radbrücke über die Donau soll zudem die Querungsmöglichkeiten verbessern. Ziel des Gesamtkonzepts ist ein grüneres, lebenswerteres Viertel mit weniger Autodominanz.

Bis 2030 entstehen so längere Straßenbahnen, erweiterte Haltestellen und mehr Grünflächen. Autospuren werden zugunsten von Radwegen, Fußgängerzonen und öffentlichem Verkehr zurückgebaut. Die Umgestaltung soll das Ehinger Tor zu einem nachhaltigeren und menschenfreundlicheren Teil Ulms machen.