25 June 2026, 04:09

RAW-Gelände in Berlin: Kulturort vor dem Aus oder Rettung in letzter Minute?

Protest auf Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturort vor dem Aus oder Rettung in letzter Minute?

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines bedeutenden Kulturstandorts, ist bedroht. Nach Plänen, die zur Räumung von Clubs und kulturellen Einrichtungen an diesem historischen Ort führen könnten, ist es zu Protesten gekommen.

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Das RAW-Gelände begann einst als Wartungsdepot für Reichsbahn-Züge, wurde später aufgegeben und schließlich zu einem lebendigen Kulturort umgestaltet. Heute beherbergt es Konzertlocations, einen Biergarten, eine Skatehalle, eine Boulderhalle, Lagerhallen, einen Weihnachtsmarkt und einen Flohmarkt.

Mitte Mai legten der Senat und der lokale Bezirk der Kurth-Gruppe, der privaten Eigentümerin des Geländes, einen Rahmenvertrag vor – doch die Gruppe lehnte ab, woraufhin eine Pattsituation entstand. Bereits im Januar hatte die Kurth-Gruppe als Bedingung für weitere Gespräche eine beschleunigte Baugenehmigung für Wohnungsneubauten gefordert.

Mitte Juni brachen die Verhandlungen schließlich vollständig zusammen. Der zentrale Streitpunkt dreht sich darum, wie viele Wohnungen gebaut werden sollen und wie viele der historischen Hallen – in denen derzeit Clubs und Kulturstätten untergebracht sind – erhalten bleiben müssen. Einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, haben bereits Räumungsbescheide erhalten; Cassiopeia könnte bereits nächste Woche geräumt werden.

Dutzende Demonstranten versammelten sich unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“ am Kurfürstendamm, um gegen die Räumungen zu protestieren. Die Veranstalter der Kundgebung warnen, dass die kulturelle Bedeutung des Geländes verloren gehen könnte, sollten die aktuellen Pläne umgesetzt werden.

Der Konflikt bleibt ungelöst, da sich die Kurth-Gruppe und die Behörden nicht auf die Entwicklungsbedingungen einigen können. Der Club Cassiopeia und andere Mieter könnten das Gelände bald verlassen müssen. Die Entscheidung wird zeigen, ob das RAW-Gelände seine kulturelle Identität bewahrt – oder sich grundlegend verändert.

Quelle