Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Personalmangel
Gretel BirnbaumSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Personalmangel
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt steigt stark an
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Immer mehr Unternehmen der Region setzen auf internationale Mitarbeiter, um Personalengpässe zu schließen. Dieser Trend spiegelt die übergeordneten demografischen Herausforderungen der heimischen Belegschaften wider.
Im Jahr 2025 beschäftigten 11.539 Betriebe in Sachsen-Anhalt mindestens einen ausländischen Arbeitnehmer – ein Anstieg um 43 Prozent seit 2020 und mehr als das Doppelte im Vergleich zu 2015. Allein zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer um 5.560.
Aktuell stellt jedes vierte Unternehmen in der Region internationale Mitarbeiter ein. Fast drei Viertel der Betriebe tun dies jedoch nicht, oft aus Unsicherheit oder mangelnder Erfahrung. Größere Unternehmen beschäftigen dabei häufiger ausländische Arbeitskräfte als kleinere. Insgesamt kommen mittlerweile fast neun Prozent aller Beschäftigten in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland – ein Anstieg um 308 Prozent innerhalb des letzten Jahrzehnts.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung für den Arbeitsmarkt. Die Daten zeigen einen klaren Wandel hin zu einer stärkeren Abhängigkeit von ausländischen Fachkräften. Diese Entwicklung hilft, die anhaltenden demografischen Belastungen in der Region zu bewältigen.






