08 June 2026, 14:12

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunk schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunk schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satellitennetze, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Neue Partnerschaften sollen zuverlässige Signale in abgelegene Regionen bringen, wo herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen. Im ganzen Land laufen bereits Tests und langfristige Projekte an.

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O₂ Telefónica arbeitet mit dem Unternehmen OQ Technology zusammen, um in Mecklenburg-Vorpommern satellitengestützte Mobilfunkdienste zu erproben. Die Versuche finden etwa ein Jahr lang in der Nähe von Waren an der Müritz statt. Das europäische Unternehmen OQ Technology betont dabei seine Unabhängigkeit von US-Regulierungen und die Unterstützung durch EU-Institutionen.

Das Unternehmen plant, 2023 eine neue Generation von Satelliten zu starten, die bidirektionale Kommunikation ermöglichen sollen. Bis Ende 2027 will es 48 Satelliten im Orbit haben, die alle 30 Minuten eine Aktualisierung der Abdeckung bieten. Nutzer von Smartphones könnten mit dem Dienst dann Bandbreitengeschwindigkeiten von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreichen.

Unterdessen hat Vodafone ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, um in Deutschland satellitengestützten Mobilfunk anzubieten. Auch die Deutsche Telekom kooperiert mit Starlink, um den Empfang in abgelegenen Gebieten zu ermöglichen – die Dienste sollen ab 2028 starten.

Die Satellitenverbindungen sind als Ergänzung zu den bestehenden Mobilfunknetzen gedacht und nicht als Ersatz. Ziel ist es, Funklöcher zu beseitigen und sicherzustellen, dass selbst in den entlegensten Gebieten Notfallkommunikation möglich bleibt.

Der Vorstoß für satellitengestützten Mobilfunk markiert einen Wandel in der Herangehensweise deutscher Telekommunikationsanbieter an die Herausforderungen der Netzabdeckung. Mit bereits laufenden Tests und geplanten Starts in der Zukunft könnten abgelegene Regionen bald weniger Unterbrechungen erleben. Die Technologie verspricht zudem eine Backup-Lösung für Notfälle, wenn erdgebundene Netze ausfallen.

Quelle