Setzzeit beginnt: Warum jetzt Rücksicht auf Wildtier-Nachwuchs lebenswichtig ist
Selma SchmiedtSetzzeit beginnt: Warum jetzt Rücksicht auf Wildtier-Nachwuchs lebenswichtig ist
Wildtier-Nachwuchs ist unterwegs: Jetzt beginnt die Setzzeit in der Region
In der gesamten Region hat die Brut- und Setzzeit begonnen – viele heimische Tiere begrüßen in diesen Wochen ihren Nachwuchs. Zwischen Februar und dem Frühling kommen Rehkitze, Feldhasen und Wildschweinfrischlinge zur Welt, die in ihren ersten Lebenswochen besonders auf ruhige und ungestörte Rückzugsorte angewiesen sind. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, in dieser sensiblen Phase besonders achtsam zu sein.
Junge Tiere vertrauen oft auf Tarnung, statt bei Gefahr zu fliehen. Ihre Mütter halten sich meist in der Nähe auf, auch wenn sie nicht sofort sichtbar sind. Menschliche Störungen oder freilaufende Hunde können bei den Jungtieren jedoch schweren Stress auslösen – mit der Folge, dass sie ihre Verstecke zu früh verlassen oder von ihren Eltern getrennt werden.
Das Landratsamt Bodenseekreis bittet Anwohner und Besucher, sich insbesondere in Wäldern und auf Wiesen strikt an die markierten Wege zu halten. Zudem ist es unerlässlich, Hunde anzuleinen, um Beunruhigungen zu vermeiden. Wer auf ein junges Tier trifft, sollte Abstand halten, ruhig bleiben und sich langsam zurückziehen – auf keinen Fall berühren oder mitnehmen.
Störungen in dieser Phase können für die schutzbedürftigen Jungtiere lebensbedrohlich sein. Selbst gut gemeinte Handlungen können zu Verletzungen oder der Trennung von den Elterntieren führen. Das Landratsamt dankt der Bevölkerung bereits im Voraus für die Rücksichtnahme und das verantwortungsvolle Verhalten im Umgang mit der heimischen Tierwelt.
Die Setzzeit stellt für junge Wildtiere eine besondere Gefährdung durch menschliche Aktivitäten dar. Indem sich alle an einfache Regeln halten – auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Kontakt vermeiden –, können Anwohner und Besucher dazu beitragen, den Nachwuchs von Rehen, Hasen und Wildschweinen zu schützen. Diese kleinen, aber wichtigen Maßnahmen sichern den Tieren die besten Überlebenschancen in ihren kritischen ersten Lebenswochen.
