28 June 2026, 00:13

Solingens Innenstadt am Scheideweg: Kann ein Masterplan die Wende bringen?

Former SPD State Parliamentarian Ernst Martin Walsken Presents Concept for Solingen's Downtown

Solingens Innenstadt am Scheideweg: Kann ein Masterplan die Wende bringen?

Solingens Innenstadt kämpft seit Jahren mit dem Niedergang. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot und das Fehlen von Gastronomie und Begegnungsstätten haben das Viertel an den Rand der Krise gebracht. Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen verschärfen die Situation zusätzlich.

Der Verfall vollzog sich nicht über Nacht, sondern schrittweise – getrieben von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Stadt liegen. Der Boom des Online-Handels und die Konzentration wichtiger Dienstleistungen in größeren Städten spielten dabei eine zentrale Rolle.

Die lokale Politik hat versucht, gegenzusteuern: Einzelprojekte wurden gestartet, Fachstrategien entwickelt. Doch ein umfassendes Gesamtkonzept für das gesamte Gebiet fehlt bis heute.

Walsken plädiert für rasches Handeln. Gefragt sei ein ganzheitlicher Ansatz, der Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbildung vereint. Das Konzept müsse über das Zentrum hinaus auch Gebiete wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel einbeziehen.

Um die Veränderungen zu finanzieren, fordert Walsken mehr finanzielle Spielräume für die Stadt. Partnerschaften mit Investoren könnten helfen, moderne und energieeffiziente Lösungen umzusetzen. Konkrete Schritte wären etwa eine stärkere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Gründerzentren, der Bau von mehr Studentenwohnheimen, ein dezentrales Gesundheitssystem und die Förderung der Digitalisierung.

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Ziel ist es, eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerungsschicht anzuziehen. Walsken betont, dass ein solches Masterplan-Jahre in Anspruch nehmen werde. Der Erneuerungsprozess müsse jedoch sofort beginnen. Ohne eine abgestimmte Strategie wird sich der Niedergang der Innenstadt voraussichtlich fortsetzen. Ein koordiniertes Vorgehen über verschiedene Sektoren hinweg könnte die Trendwende einleiten. Im Mittelpunkt muss stehen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die neue Bewohner:innen und Unternehmen anlocken.

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