Sozialwohnungen in Deutschland: Rekordverluste und regionale Gegensätze 2024
Gretel BirnbaumSozialwohnungen in Deutschland: Rekordverluste und regionale Gegensätze 2024
Deutschlands Sozialwohnungsbestand durchlief 2024 tiefgreifende Veränderungen. Einige Bundesländer stockten ihre Bestände auf, während andere deutliche Rückgänge verzeichneten. Insgesamt deutete der Trend auf eine Verknappung des verfügbaren Wohnraums im Folgejahr hin.
Baden-Württemberg verzeichnete mit einem Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen die stärkste Zunahme. Niedersachsen folgte mit einem Plus von 1.240 Einheiten. Beide Regionen weiteten ihr Angebot angesichts steigender Nachfrage aus.
Andere Bundesländer mussten hingegen Rückschläge hinnehmen. Bayern verlor 2.796 Wohnungen, Berlin verzeichnete ein Minus von 2.957 Einheiten. Nordrhein-Westfalen war mit einem Rückgang von 18.538 Sozialwohnungen bis Jahresende am stärksten betroffen. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den mietpreisgebundenen Beständen genommen.
Trotz dieser Verluste entstanden neue Unterkünfte für spezifische Zielgruppen: Rund 4.701 Plätze in Wohnheimen wurden für Studierende und Auszubildende geschaffen. Ende 2024 zählte Deutschland noch 1,05 Millionen registrierte Sozialwohnungen. Doch bis Ende 2025 sank die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 Einheiten.
Baulandministerin Verena Hubertz (SPD) kündigte Maßnahmen an, um die Lücken zu schließen. Die Politikerin plant, bis 2029 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.
Die Sozialwohnungslandschaft in Deutschland bleibt regional unterschiedlich. Während einige Bundesländer ihren Bestand ausbauten, verzeichneten andere drastische Kürzungen. Mit den geplanten Fördergeldern will die Regierung den negativen Trend in den kommenden Jahren umkehren.






