03 March 2026, 10:49

Spahn schließt Koalitionen mit AfD und Linken kategorisch aus – trotz aktueller Umfragewerte

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Spahn: Es wird nicht besser mit Reichinnek als mit Honecker - Spahn schließt Koalitionen mit AfD und Linken kategorisch aus – trotz aktueller Umfragewerte

CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn hat eine Zusammenarbeit mit der AfD oder der die linke Partei kategorisch ausgeschlossen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund aktueller wahlumfragen, die nahelegen, dass künftige Regierungsmehrheiten von Bündnissen mit einer der beiden Parteien abhängen könnten. Die Haltung entspricht der langjährigen Parteilinie der Union, die 2018 in einem CDU-Beschluss zur Ablehnung solcher Kooperationen bekräftigt wurde.

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In jüngsten Stellungnahmen übt Spahn scharfe Kritik an beiden Parteien. Die AfD bezeichnete er als "Verrat am Vaterland" und warf ihr vor, öffentliche Gelder zu veruntreuen. Zudem unterhalte die Partei seiner Ansicht nach zu enge Verbindungen zu Russland und betreibe Vetternwirtschaft.

Die die linke Partei hingegen wirft er vor, "Antisemiten in ihren vorderen Reihen" zu dulden und gleichzeitig sozialistische Politik zu betreiben. Seine Aussagen stehen im Einklang mit dem CDU-Beschluss von 2018, der beide Parteien von möglichen Koalitionen ausschloss.

Aktuell führt die AfD in wahlumfragen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vor den Landtagswahlen 2026. Obwohl ihre Unterstützung leicht nachgelassen hat, arbeiten demokratische Parteien enger zusammen, um ihren Einfluss einzudämmen. Ein jüngstes Beispiel für diese Strategie gelang auf kommunaler Ebene in Görlitz.

Die Position der CDU bleibt unverändert: Es gibt keine Bündnisse mit der AfD oder der die linke Partei. Spahns Aussagen unterstreichen diese Haltung – selbst wenn wahlumfragen auf eine mögliche Abhängigkeit von einer der beiden Parteien für künftige Mehrheiten hindeuten. Stattdessen scheint die Union nun darauf zu setzen, die Zusammenarbeit unter den demokratischen Kräften zu stärken.