SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Selma Schmiedt5,5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Die SPD hat bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg ihr schlechtestes Wahlergebnis in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands eingefahren. Die Partei erreichte lediglich 5,5 Prozent der Stimmen – weniger als die Hälfte ihres Ergebnisses von 2021. Dieser drastische Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend sinkender Zustimmung wider.
Die politische Landschaft Baden-Württembergs hat sich seit 2001 grundlegend gewandelt. Damals kam die SPD noch auf rund 25 Prozent, doch bis 2024 brach dieser Wert auf 5,5 Prozent ein. Heute dominieren die Grünen und die CDU den Südwesten, wobei die Grünen besonders in Städten wie Stuttgart stark sind. Gleichzeitig hat die FDP an Einfluss verloren – ein Zeichen für die Verschiebung hin zu ökologischen und konservativen Kräften.
Der Niedergang der SPD im Land vollzog sich schrittweise: 2001 hatte sie noch 33,3 Prozent geholt, doch 2012 waren es nur noch 12,7 Prozent. Das aktuelle Ergebnis fällt sogar noch schlechter aus als der bisherige Tiefststand von 6,1 Prozent in Thüringen. Einstellige Ergebnisse sind für die SPD mittlerweile in mehreren Bundesländern zur Regel geworden, darunter Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt.
Auch auf Bundesebene zeigt sich die Krise der Partei deutlich. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl im vergangenen Jahr stürzte die SPD auf 16,4 Prozent ab – ein Verlust von fast zehn Prozentpunkten im Vergleich zu 2021 (25,71 Prozent).
Die 5,5 Prozent in Baden-Württemberg markieren das schwächste Abschneiden der SPD bei einer Landtags- oder Bundestagswahl seit 1945. Das Ergebnis bestätigt einen langfristigen Abwärtstrend, bei dem die Partei in der Regional- wie in der Bundespolitik an Boden verliert. Beobachter werden nun gespannt verfolgen, ob sich dieser Trend bei künftigen Wahlen fortsetzt.