Streit um AfD-CDU-Foto in Sachsen-Anhalt: Bröckelt die "Brandmauer"?
Ein aktuelles Foto hat in Sachsen-Anhalt eine politische Debatte ausgelöst. Es zeigt Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl, zusammen mit Guido Heuer, Fraktionsvorsitzendem der CDU, bei einer Veranstaltung in Halberstadt. Die Aufnahme wirft Fragen zur Haltung der CDU gegenüber ihrer sogenannten „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD auf.
Die Veranstaltung wurde vom Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberal-Mittelstandsverbandes organisiert. Vertreter von CDU, AfD, Linken, Grünen und BSW nahmen teil. Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Angelika Hießerich-Peter, hatte sich bereits im Vorfeld von der Zusammenkunft distanziert – mit Verweis auf Siegmunds Einladung.
Während der Veranstaltung griff Heuer nach einer Äußerung Siegmunds ein, was schließlich zur Entstehung des Fotos führte. Das Bild zeigt beide Männer mit separaten Mikrofonen – ein Widerspruch zu Heuers späterer Behauptung, es habe nur ein einziges Mikrofon gegeben.
Auf die Spekulationen reagierend, wies Siegmund Vorwürfe zurück, die „Brandmauer“ bröckle. Die CDU stehe weiterhin geschlossen hinter ihrem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz und der bestehenden Parteilinie, so Siegmund. Heuer präzisierte, die CDU verfolge eine Strategie des „Abgrenzens, aber nicht Ausschließens“ gegenüber der AfD, schloss jedoch jede Koalition mit der AfD oder der Linken aus.
Das Foto und die anschließenden Stellungnahmen lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die Haltung der CDU zur Zusammenarbeit mit der AfD. Die Partei betont, trotz des gemeinsamen Auftritts klare Grenzen zu wahren. Die Debatte unterstreicht die anhaltenden Spannungen um politische Bündnisse in Sachsen-Anhalt.






